SPD-Bundesvorsitzender Lars Klingbeil zeichnete Wolf-Dieter Lutz für 70-jährige Parteizugehörigkeit aus. Foto: Sebastian Rath
SPD-Bundesvorsitzender Lars Klingbeil zeichnete Wolf-Dieter Lutz für 70-jährige Parteizugehörigkeit aus. Foto: Sebastian Rath
Bezirksparteitag

SPD-Bundesvorsitzender Lars Klingbeil ehrt Wolf-Dieter Lutz aus dem Kreis Cuxhaven

von Redaktion | 09.06.2026

Die SPD Nord-Niedersachsen trifft sich zum 76. außerordentlichen Bezirksparteitag in Verden. Im Fokus steht die Ehrung von Wolf-Dieter Lutz für 70 Jahre Mitgliedschaft und die strategische Ausrichtung auf die Kommunalwahl 2026.

Ein starkes Deutschland, in dem es gerecht zugeht - mit diesem Ziel vor Augen, einer offenen politischen Debatte und dem gemeinsamen Blick auf die Kommunalwahl 2026 hat die SPD Nord-Niedersachsen ihren 76. außerordentlichen Bezirksparteitag im Forum der Niedersachsenhalle in Verden veranstaltet.

Im Mittelpunkt standen die Rede des SPD-Parteivorsitzenden und Vizekanzlers Lars Klingbeil, eine engagierte und konstruktive Aussprache der Delegierten sowie die Ehrung von Wolf-Dieter Lutz aus dem Landkreis Cuxhaven für 70-jährige SPD-Mitgliedschaft.
Mit einer emotionalen Rede eröffnete der Bezirksvorsitzende Uwe Santjer (Cuxhaven) den Parteitag und schwor die Delegierten auf einen engagierten und erfolgreichen Wahlkampf bis zur Kommunalwahl am 13. September 2026 ein. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens dankte allen, die sich vor Ort für das Allgemeinwohl engagieren und die Demokratie verteidigen.
Dass Deutschland stark bleibt und dass wir unsere Heimat, wo nötig, wieder stärker machen, das war auch eine zentrale Botschaft der Rede von Lars Klingbeil. Darum sei es ihm gegangen, als er das 500 Milliarden Sondervermögen zur Modernisierung der Infrastruktur durchgesetzt habe. Bei allen jetzt anstehenden schwierigen Entscheidungen sei sein Maßstab, dass es gerecht zugehen müsse, so Lars Klingbeil aus dem Heidekreis, der von Sitzungsleiterin Dörte Liebetruth nicht nur als Vizekanzler und Parteivorsitzender, sondern vor allem als "unser Lars" begrüßt wurde. Er spannte den Bogen von den aktuellen politischen Herausforderungen auf Bundesebene bis zu den Aufgaben der Sozialdemokratie vor Ort. Die anschließende Aussprache zeigte eine lebendige Partei, die politische Fragen offen diskutiert und gemeinsam nach Lösungen sucht. 
Der berührendste Moment des Tages war die Ehrung von Wolf-Dieter Lutz für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Mit der Ehrung würdigte die SPD eine außergewöhnliche politische Lebensleistung und mehr als sieben Jahrzehnte Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in Ost- und Westdeutschland.

In einer bewegenden Rede schilderte Wolf-Dieter Lutz seinen politischen Lebensweg. Er berichtete von seiner Kindheit und Jugend in Leipzig, seinem Weg zur Sozialdemokratie in Berlin und seinem späteren politischen Wirken in Osnabrück. Seine endgültige politische und persönliche Heimat fand er gemeinsam mit seiner Frau Helga in der Wurster Nordseeküste. Dort prägte Wolf-Dieter Lutz über Jahrzehnte die politische Kultur weit über die Grenzen seiner Heimatgemeinde hinaus.

Als Bürgermeister, stellvertretender Landrat und engagierter Kommunalpolitiker gestaltete er die Entwicklung des Landkreises Cuxhaven maßgeblich mit. Darüber hinaus war er viele Jahre stellvertretender Bezirksvorsitzender der SPD Nord-Niedersachsen und gehört zu den wenigen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die bereits beim ersten Bezirksparteitag des Bezirks Nord-Niedersachsen dabei waren.

Seine politische Biografie ist damit eng mit der Geschichte der SPD im Norden Niedersachsens verbunden. Die Delegierten dankten Wolf-Dieter Lutz mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Seine persönlichen Erinnerungen machten deutlich, dass sozialdemokratische Politik immer von Menschen lebt, die über Jahrzehnte Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und ihre Überzeugungen in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Zum Abschluss des Parteitages zeigte sich Bezirksvorsitzender Uwe Santjer zufrieden mit den Beratungen: "Wir haben erlebt, was die SPD Nord-Niedersachsen auszeichnet: offene Debatten, klare politische Positionen, Respekt vor Lebensleistungen und den festen Willen, unsere Region auch künftig aktiv zu gestalten. Mit diesem Rückenwind gehen wir in die Vorbereitung der Kommunalwahl am 13.9.2026." (red)

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