Schutz der kritischen Infrastruktur

Der Bund investiert Millionen in das Maritime Sicherheitszentrum Cuxhaven

von Redaktion | 11.11.2022

Cuxhaven. In der abschließenden Sitzung eines Haushaltsausschusses zum Bundeshaushalt 2023 wurde beschlossen das Maritime Sicherheitszentrum (MSZ) in Cuxhaven mit Mitteln in Höhe von vier Millionen Euro zu unterstützen - doch damit nicht genug.

In den kommenden Jahren (2024 bis 2027) sollen jährlich fünf Millionen Euro in das MSZ investiert werden. Diese Gelder sollen unter anderem für die "Nationale Datenplattform im Maritimen Sicherheitszentrum" verwendet werden, um die Bewältigung zusätzlicher Aufgaben insbesondere zum Schutz der kritischen Infrastruktur im und am Meer sicherzustellen.

Weitere 18 Millionen Euro

Hierfür sei es nötig Anlagen, Geräte, Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände sowie Software im Bereich Informationstechnik zu erwerben.  Darüber hinaus wurden bei der Sitzung am Donnerstagabend weitere Gelder für das Zentrum in Aussicht gestellt: Von 2024 bis 2027 sollen weitere 18 Millionen Euro bereitgestellt werden. Auch dabei geht es um die Bewältigung neuer Herausforderungen zum Schutz der kritischen Infrastruktur, schreibt der der Bundestagsabgeordnete Daniel Schneider in einer Pressemittelung.

Es werden mehr Räume gebraucht

Gleichzeitig seien höhere Ausgaben notwendig, da die im Zentrum vertretenen Behörden, wie das Havariekommando, Bundespolizei und Marine, angesichts neuer Aufgaben räumlichen Mehrbedarf angemeldet hätten.

Einmaliges Kooperationsmodell

Schneider besuchte das Maritime Sicherheitszentrum bereits im Mai dieses Jahres. Robby Renner, Leiter des Havariekommandos, erläuterte dem Bundestagsabgeordneten die Arbeit der Einrichtung sowie die neuen Bedarfe. "Das Leistungspotenzial dieser auch für den Schutz der Meere Überaus wichtigen Einrichtung ist beeindruckend und das Kooperationsmodell einmalig. Hier haben wir den gesamten Schiffsverkehr weiträumig auf dem Radar", schreibt Schneider.  Die kommenden LNG Schiffsverkehre seien Beispiele für neue komplexe Rettungssituationen, die für den Ernstfall aufwendig zu planen sind, so der Bundestagsabgeordnete weiter.

Auch die Verwaltungsleitung des MSZ und Robby Renner freuen sich über die Investitionen: "Das Maritimen Sicherheitszentrum begrüßt es, dass im kommenden Haushalts Mittel bereit gestellt werden, um das MSZ weiterzuentwickeln. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen danken wir der Politik für diese wichtige und notwendige Unterstützung für die Belange der Sicherheit entlang unserer Küsten."

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