Rauf aufs Rad

200 Jahre: Das Fahrrad schreibt Geschichte

24.05.2017

CUXHAVEN. Zum ersten Mal flitzte Karl Friedrich Freiherr von Drais von Sauerbronn, am 12. Juni 1817 auf einer hölzernen Laufmaschine mit atemberaubender Geschwindigkeit von etwa 15 Stundenkilometern durch Mannheim - über die besten Straßen, die es seinerzeit gab. Von Carmen Monsees

Heute ist das Fahrrad ein Hightech-Produkt.

Die Erfindung des Fahrrads setzte einen Meilenstein im Bereich der Mobilität. Menschen konnten seitdem viel größere Wegstrecken zurücklegen und darüber hinaus auch Lasten transportieren. Das Fahrrad war plötzlich wirtschaftlicher als ein Pferd, weil es weder Stall noch Futter brauchte. Wenn das Rad nicht verwendet wurde, stellte es der Besitzer platzsparend ab. Ein besonderes Talent zur Handhabung war nicht nötig. Fahrrad fahren lernen bis heute auch Kinder.

Laufrad aus Holz

Pionier Drais (1785-1851) erfand im Jahr 1817 das lenkbare Laufrad. Es eignete sich zur Fortbewegung überwiegend auf ebener Fläche. Auf dem Laufrad schaffte man eine eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern. Die Räder waren ebenfalls aus Holz gefertigt, so das jede Fahrt zu einem ruckeligen Abenteuer wurde. Es brauchte etwas Geschick beim Balance halten und gleichzeitigen Antreiben mit den Füßen. 52 Jahre später, im Jahr 1869, erfand Philipp Moritz Fischer Pedalen, die an der Vorderachse angebracht wurden. Seitdem konnten die Menschen mit dem Rad 40 Kilometer in einer Stunde hinter sich bringen. Diese Geschwindigkeit war jedoch nur mit Hochrädern möglich. Der Durchmesser der Vorderräder betrug bis zu 1,5 Metern, was das Fahren sehr schwierig machte.

Erfindung der Fahrradkette

Der Franzose André Guilmet erfand den Kettenantrieb. Die Kraft wurde über das Hinterrad übertragen, das Vorderrad diente zur Lenkung. Erst mit dem Kettenantrieb war der Bau von niedrigen Rädern möglich. Der Grundstein zum Massenfortbewegungsmittel war gelegt. Im Jahr 1888 entwickelte der Ire John Boyd Dunlop den Luftreifen. Von da an kannte der Fortschritt keine Grenzen. Leichtes Material, erste Federungen und die Gangschaltung ermöglichten bequemeres und schnelleres Fahren. Im Jahr 1982 prägte der Schweizer Egon Gelhard den Fortschritt mit einer Studie zu den immer moderner werdenden Elektrofahrrädern. Mit den motorunterstützten Rädern fahren heute nicht nur Senioren leicht, locker und umweltfreundlich am Stop-and-Go-Verkehr der Autos in der Stadt vorbei.

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