In einigen Bars und Clubs ist die 2G-Regel schon eingeführt. Inzwischen ist 2G auch im Einzelhandel möglich. Läden wie Supermärkte könnten umstellen - wenn sie wollten. Symbolfoto: Axel Heimken/dpa
Supermärkte nicht für Ungeimpfte?

2G-Regel im Einzelhandel? So reagieren die Menschen im Kreis Cuxhaven

22.10.2021

KREIS CUXHAVEN. Dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene einkaufen gehen? Das Land Niedersachsen erlaubt den Einzelhändlern, in Eigenregie auf die 2G-Regel umzustellen.

Unser Medienhaus hat die Leser von Cuxhavener Nachrichten und Niederelbe-Zeitung über das soziale Medium Facebook gefragt: Was halten Sie davon, wenn Läden auf 2G umstellten? Im Nachfolgenden listen wir einige ausgewählte Reaktionen auf.

Anabell Woebber: "Am Ende stellt sich die Frage, ob es jemals wieder eine 'alte Normalität' geben wird. SarsCov wird nicht ausgerottet, das haben nun mehr als genügend Experten erläutert. Wenn die Gesellschaft eine derartige Spaltung befürwortet, frag ich mich, was im tiefen Inneren dieser Befürworter noch für 'Hetzereien' für richtig empfunden werden. Ich finde 2G in einigen Bereichen super, wiederum hat diese Regelung an anderen Stellen nichts zu suchen. Keiner kann sich zum jetzigen Zeitpunkt sicher sein, dass es ihn nicht erwischt. Unabhängig von 1G/2G oder 0G. Man konnte in den letzten Monaten genau beobachten, wie verwirrt so mancher an der frischen Luft unentspannt spazieren ging. Wieso sollten diese Menschen sich nun bei 2G entspannen können?"

Svenja Seidel: "2G-Läden werden in der Zukunft bewusst von mir gemieden. So was darf man nicht zulassen. Schlimm, dass die Regierung den Einzelhändlern indirekt keine andere Wahl lässt. Wären alle dagegen, dann würde es schnell kein 2G mehr geben."

Uwe Rohn: "Ich begrüße 2G. Warum soll ich eine Maske tragen, weil andere sich nicht impfen lassen wollen? Für Lebensmittelläden lehne ich so was jedoch ab."

Manuela Rajewski: "Das mit 3G ist doch schon eine ganze Weile in Cuxhaven. Wir waren zwei Wochen dort und es war fast überall 3G, sogar 2G. Uns hat es nicht gestört. An meinen letzten zwei Tagen fiel die Regelung weg. [...] 3G stört mich nicht. 2G finde ich auch blöd. Und ja, auch wir Geimpfte können es bekommen, aber in abgeschwächter Form, wie bei jeder Impfung."

Heike Haas: "Da ALLE Geimpften und Ungeimpften es in den Einzelhandel mitbringen können (das war eineinhalb Jahre kein Problem), sehe ich persönlich außer Impfdruck keinen Sinn in 2G."

Astrid Smolej: "Ich bin absolut für 2G flächendeckend. Die ganzen Schwurbler sind doch schon seit anderthalb Jahren wie die trotzigen Kleinkinder am Rumtönen, dass ihnen das alles scheißegal ist und dass sie dann eben online einkaufen. Also bitte, dann sollen sie das doch gerne weiter so machen und die klar denkende Mehrheit mit ihrem Geheule verschonen."

Manuela Krüger: "Es wird Zeit, alle Maßnahmen aufzuheben. Wer sich schützen will kann es ja freiwillig machen."

Maik Schalkau: "Mir wird als Ungeimpfter mein Recht zum Einkauf genommen! Was soll daran gut und richtig sein? Müssen alle Ungeimpften jetzt verhungern? Das ist eine Schande."

Kathrin Jungclaus: "Na ja, ich denke, den Lebensmitteleinkauf einzuschränken, geht dann schon zu weit."

Ralph Heuberg: "Täglich müssen Abertausende eine Ausgrenzung vom öffentlichen Leben erdulden, die ans dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erinnert: Man verwehrt Menschen nicht nur den Zutritt zu Gaststätten, Kinos und Schwimmbädern, sondern nimmt ihnen ihre Grundrechte und stigmatisiert sie zur 'Gefahr für die Volksgesundheit' - das Ganze sogar mit offizieller staatlicher Erlaubnis! Man entwürdigt diese Menschen wie Aussätzige, nur weil sie ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung verteidigen und sich nicht zur Zwangsteilnahme an einem medizinischen Großexperiment erpressen lassen."

Thorsten Schmitz: "Ich persönlich werde keine 2G-Läden besuchen, nicht jetzt und anschließend auch nicht, wenn alles wieder normal sein sollte."

Jan Hamann: "Ich halte die 2G-Regelung für durchaus richtig und zielführend. Wer sich nicht impfen lassen will, soll das gerne tun, nur dann muss man bei dieser freien Entscheidung auch mit den Konsequenzen leben."

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