Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger haben am Dienstag einen Surfer in der Nordsee vor Langeoog gerettet. Foto: Die Seenotretter - DGzRS
See

Unglück: 80-jähriger Surfer aus der Nordsee gerettet

31.07.2019

LANGEOOG. Großes Glück im Unglück hatte am Dienstagnachmittag ein Surfer in der Nordsee. Nachdem er verunglückt war, wurde er noch rechtzeitig von Seenotrettern gefunden.

Der 80 Jahre alte Mann war am Dienstagnachmittag zum Surfen in der Nordsee zwischen Baltrum und Langeoog aufgebrochen. Knapp zwei Kilometer nordwestlich vor Langeoog verlor der Wassersportler aus Oldenburg gegen 16.30 Uhr bei einer Wende Brett und Segel. Nach Angaben der Rettungskräfte gibt es dort im Bereich der sogenannten Robbenplate viele flache Stellen, wo sich gefährlicher Seegang aufbauen kann. 

Mann alarmiert Rettungskräfte mit Handy

Immerhin gelang es dem 80-Jährigen, mit dem eigenen Handy die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu alarmieren. Wie der 80-Jährige den Rettungskräften telefonisch mitteilte, konnte er sich auf eine Sandbank retten. 

Surfer hat Glück im Unglück

Trotzdem wurde die Suche nach dem Mann für die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes Secretarius eine Herausforderung. Es herrschte Niedrigwasser: "Glück für den Surfer, so hatte er Grund unter die Füße bekommen. Aber wir mussten zwischen den vielen Flachs nordwestlich unserer Insel besonders vorsichtig manövrieren und immer wieder den Kurs ändern", berichtet Seenotretter Ralph Rüffert.

Suche gestaltet sich schwierig

Gegen 17.10 Uhr entdeckten die Rettungskräfte den Verunglückten: Er stand zu dem Zeitpunkt im bauchnabeltiefen und 23 Grad kalten Nordseewasser auf einer Sandbank. "Er war erschöpft und leicht unterkühlt, aber sonst in guter Verfassung. Hätte er uns nicht alarmieren können, wäre das bald wieder auflaufende Wasser lebensgefährlich für ihn geworden", sagt Rüffert.

Rettungswagen bestellt

Die Seenotretter nahmen den Surfer an Bord und versorgten ihn mit wärmenden Decken. Sie bestellten einen Rettungswagen zum Langeooger Hafen und übergaben den Mann dort in die Obhut des Landrettungsdienstes. 

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