Soziales

Aktion: Brücken bauen für Seeleute in Cuxhaven

von Thomas Sassen | 01.12.2018

CUXHAVEN. Die Cuxhavener Nachrichten und die Niederelbe-Zeitung richten in den kommenden Wochen den Blick auf die segensreiche Arbeit der Seemannsmission Cuxhaven.

Sie kommen und gehen mit den Schiffen, die täglich den Cuxhavener Hafen anlaufen, Seeleute aller Nation. Sie sind Gäste auf Zeit, manchmal für ein paar Stunden, manchmal für ein paar Wochen, je nach Auftragslage. Unsere Stadt und ihre Menschen sind für die Filipinos, Polen, Ukrainer, Russen oder Skandinavier meist unbekannt. Hier knüpft die segensreiche Arbeit der Seemannsmission an, mit der wir uns in unserer Weihnachtsaktion intensiver beschäftigen wollen.

Die Seemannsmission ist für die Seefahrer ein Stück Vertrautheit, weit ab von der Heimat, von Freunden und Familie. So wie bei Mark Louie John D. Mendoza, dem 34-jährigen philippinischen Matrosen des Offshore-Schiffes "Hydrograf", der das Aufwachsen seiner beiden kleinen Söhne Kenneth (4) und Xylon (2) wochenlang nur via Skype verfolgen kann. Bis zum nächsten "Heimaturlaub" in fünf Monaten, wenn sein Kontrakt mit der Reederei ausgelaufen ist.

Diakon Martin Struwe kennt die meisten Seeleute von Schiffsbesuchen. Und die Seeleute kennen den Seemannsclub im Grünen Weg, den sie gern ansteuern, um abseits des Schiffsalltags einmal ein paar Stunden in geselliger Runde zu verbringen. Die Arbeit der Seemannsmission ist ein fester Bestandteil im Serviceangebot des Cuxhavener Hafens, anerkannt bei allen Beteiligten. Gern würden Struwe und sein Team den Seeleuten noch etwas mehr bieten, zum Beispiel eine Grillstation mit ein paar Bäumen und einem kleinen Teich im Garten der Seemannsmission. Doch dafür fehlt bislang das Geld. Deshalb wollen Cuxhavener Nachrichten und Niederelbe Zeitung mit ihrer Weihnachtsaktion "Leser helfen", die Seemannsmission unterstützen.

Ziel ist es, mit Spenden aus der Leserschaft den Förderverein in die Lage zu versetzen, den etwas heruntergekommen wirkenden Garten zu einer grünen Oase umzugestalten. Dabei ist jede Hilfe erwünscht, sagt Diakon Struwe, der sich von der Zeitungsaktion auch weiteren Rückenwind für die Arbeit der Ehrenamtlichen verspricht, die im Club Angebote wie Spieleabende oder Karaokesingen machen und zum Beispiel bei Ausflügen und Einkäufen helfen. Sie seien das Rückgrat der Arbeit der Seemannsmission, die in vielen deutschen und ausländischen Häfen von den Seefahrern sehr geschätzt wird. Organisatorisch ist die Seemannsmission Cuxhaven bei einem selbstständigen Verein angedockt, dem Verein Deutsche Seemannsmission Hannover e.V., der finanziell unterstützt wird von der Hannoverschen Landeskirche. Neben Cuxhaven ist der Verein auch in Bremerhaven, Stade/Bützfleth und Emden mit Anlaufstellen für Seeleute vertreten. Die Zuwendungen der Landeskirche reichen allerdings gerade zur Finanzierung der Miete und des Nötigsten.

Um etwas mehr finanzieren zu können, haben Martin Struwe und eine Handvoll Mitstreiter 2015 einen eigenen Förderverein gegründet, dessen Schirmherr und Vorsitzender Oberbürgermeister Ulrich Getsch ist. Erstes Ziel ist es, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden die Stelle der zweiten hauptamtlichen Mitarbeiterin abzusichern, was inzwischen gelungen ist.

Dank gezielter Öffentlichkeitsarbeit konnte der Verein auf eine breitere Basis gestellt werden. Institutionen und Betriebe wie die Seefahrtschule, Reedereien und Umschlagbetriebe gehören nun zum Förderkreis der Seemannsmission, der mit überschaubaren Mitgliedsbeiträgen die segensreiche Arbeit der Mission im Cuxhavener Hafen unterstützt.

Zu Weihnachten ist die Spendenbereitschaft erfahrungsgemäß besonders groß. Dann können Struwe und seine Mitstreiter den Seeleuten an Nikolaus und Heiligabend auch ein paar kleine Geschenke machen, wozu seit Jahren eine Telefonkarte zählt.

Doch in diesem Jahre könnte dank der Unterstützung unserer Leserschaft etwas mehr für das internationale seefahrende Völkchen getan werden. Konkret geht es um den Umbau des kleinen Gartens im Grünen Weg zu einer grünen Oase, einem Platz, an dem sich Seeleute abseits des Bordalltags in einer für sie nicht alltäglichen Umgebung erholen können. "Wir wollen den vorhandenen Teich mit einer neuen Folie versehen und aufwerten. Außerdem soll die mit alten Waschbetonfliesen ausgestattete Terrasse erneuert und auch neue Terrassenmöbel angeschafft werden. Damit würde unser Garten aufgewertet und sicherlich noch intensiver von unseren Gästen genutzt, sagt Struwe. Für die meisten Seeleute sei ein Garten etwas ganz Besonderes und ein geeigneter Platz, um die Sorgen des Alltags für ein paar Stunden zu vergessen.

So können Sie helfen:

Bereits im vierten Jahr starten die Cuxhavener Nachrichten und die Niederelbe-Zeitung gemeinsam in der Adventszeit die Aktion "CN-/NEZ-Leser helfen"

In diesem Jahr sammeln wir Spenden für die Seemannsmission in Cuxhaven. Über die Adventszeit begleiten CN- und NEZ-Redakteure die Arbeit der Mission und berichten über deren großartiges Engagement.

Und so können unsere Leserinnen und Leser helfen: Sie können ab sofort Spenden auf das Konto mit der IBAN DE52 2415 0001 0027 1111 11 bei der Stadtsparkasse Cuxhaven BICBRLADE21CUX einzahlen. Vermerken Sie bitte als Stichwort "CN-NEZ-Leser helfen".

Spendenbescheinigungen stellt die Seemannsmission aus. Dafür geben Sie bitte Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger an. Unser Redaktionssekretariat leitet die Information an die Seemannsmission weiter. Die Namen der Spenderinnen und Spender werden in unseren Zeitungen veröffentlicht. Wer das nicht wünscht, vermerkt es auf der Überweisung.

Die Seemannsmission Cuxhaven hat bereits einen Plan, was sie mit dem Erlös aus der CN/NEZ-Weihnachtsaktion anstellen möchte. "Wir wollen den Garten am Haus der Seemannsmission komplett neu gestalten", erklärt Diakon Martin Struwe. Dafür sei die Mission auf Spenden angewiesen. Der Garten, der sich eher trist präsentiert, soll zu einer Oase für die Seeleute umgestaltet werden.

Thomas Sassen

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tsassen@no-spamcuxonline.de

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