Kira Döhring zeigte in Abwehr und Angriff eine starke Leistung beim 25:23-Heimsieg des TSV Altenwalde gegen die HSG Delmenhorst. Foto: Unruh
Handball

Altenwalder Sieg mit nächster Hiobsbotschaft

von Jan Unruh | 24.09.2019

ALTENWALDE. Die Vorfreude auf den ersten Heimauftritt war riesig beim TSV Altenwalde. Doch schon vor dem Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft. 

Torhüterin Maria Nitz verletzte sich beim Aufwärmen am Knie. Eine Ersatztorhüterin saß nicht auf der Bank. Sekunden vor dem Anpfiff standen die Altenwalderinnen ohne Torhüterin da. Doch Rettung nahte - in Person von Jasemin Brikey. Die 20-Jährige, die ein Jahr lang kein Spiel mehr absolviert hatte, sprang ein und hatte ihren Anteil am knappen 25:23-Sieg der Altenwalder Damen gegen die HSG Delmenhorst.

TSV Altenwalde - HSG Delmenhorst 25:23 (14:15): In den ersten fünf Minuten stellte sich Maria Nitz trotz großer Schmerzen ins Tor, dann eilte Brikey herbei und übernahm den Job - ohne Aufwärmen, ohne Spielpraxis. Es ging für sie quasi vom Sofa direkt ins Tor. Dementsprechend aufgeregt war sie auch in der ersten Hälfte. Im Verlauf des Spiel legte sich das aber. Und so trug Brikey dazu bei, dass die Altenwalderinnen am Ende über ihren zweiten Sieg jubeln durften. Von Beginn an waren sie die bessere Mannschaft, doch durch leichte Fehler im Angriff und eine zaghafte Verteidigung war der Spielstand lange Zeit ausgeglichen. Zwischenzeitlich führten die Gäste sogar mit drei Toren Vorsprung (9:12). Doch auch davon ließen sich die TSV-Frauen nicht beeidrucken. Sie glichen vor dem Halbzeitpfiff noch zum 14:14 aus, doch mit der letzten Aktion traf Delmenhorst noch glücklich zum 14:15. In der Pause sammelten sich die Altenwalderinnen neu, der Schock über die Verletzung von Maria Nitz schien nun abgelegt worden zu sein. Brikey steigerte sich und auch ihre Vorderleute agierten nun konzentrierter. Altenwalde zog auf 21:16 davon, ehe wieder eine kurze Phase der Unkonzentriertheit die Gäste herankommen ließ (22:21 in der 55. Minute).

"Wir haben in dieser Phase nicht geduldig genug gespielt", so TSV-Trainerin Katrin Hinck. Doch ihre Mannschaft zog sich da selbst raus, gab in Form von Toren die passende Antwort. Allen voran Kira Döhring zeigte sich nun nervenstark und erzielte drei der letzten vier Treffer zum verdienten 25:23-Heimsieg. "Der Saisonauftakt ist geglückt. Das ist ein sehr gutes Gefühl", so Hinck. Wermutstropfen sei aber die Verletzung von Maria Nitz. "Ein längerer Ausfall wäre ein arger Verlust", so Hinck. Zumal sich schon in der Vorwoche Stefanie Steffens schwer am Knie verletzt hat.

"Zwei Spiele, zwei Verluste. Das tut schon weh", so Hinck. Nun hat sie mit ihrer Mannschaft aber erst einmal Zeit zur Regeneration. Das nächste Ligaspiel findet erst wieder am 26. Oktober in Bremerhaven statt.

TSV-Frauen: Maria Nitz und Jasemin Brikey (im Tor), Laura Kühne (1), Stefanie Bünger (1), Kira Döhring (6), Kim Ayleen Hannawald (1), Verena Schneider (1), Nele Frers (3), Jona Krüger (1), Jule Santjer, Marte Krüger (1), Marie Golle (2), Kathrin Nieder (7), Jennifer Döscher (1).

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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