Das Projekt Alter Fischereihafen beschäftigt weiterhin die Politik. Foto: Archiv
Einstimmiges Votum

Alter Fischereihafen Cuxhaven: Rat stimmt Verkaufsflächenzahlen zu

von Kai Koppe | 31.05.2020

CUXHAVEN. Der Cuxhavener Rat hat ein einstimmiges Votum für ein dem Projekt Alter Fischereihafen zugrunde liegendes Einzelhandelskonzept abgegeben.

Hat sich, was die Einzelhandelsflächen betrifft, tatsächlich so vieles geändert? Ja, betont CDU-Ratsherr Enak Ferlemann und begründet damit das positive Votum, mit dem Union und Liberale die Fortschreibung des für den Teilbereich Alter Fischereihafen geltenden Einzelhandels- und Zentrenkonzept unterstützen. "Die CDU/FDP-Ratsgruppe ist sehr froh, dass es zu dieser Vorlage gekommen ist, erklärte Ferlemann in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag. "Sie entspricht in Längen nicht dem zuvor ausgelegten B-Plan."

Das besagte Papier, das der Rat schließlich einstimmig verabschiedete, basiert auf einem Gutachten und legt dar, bis zu welchem Grad die im künftigen Fischereihafen vorgesehenen Verkaufsflächen noch als "stadtverträglich" einzustufen sind.

Es geht dabei nicht allein um eine Gesamtzahl (5000 Quadratmeter), sondern auch um eine Begrenzung des zentrumsrelevanten Sortiments auf Geschäfte mit einer Fläche von insgesamt 2000 Quadratmeter. Eine durch diese Neuansiedlungen zu erwartende Umsatzverteilung liegt mit einem Wert von acht Prozent unterhalb der Norm- für einige Ratsleute bereits zu viel der Rücksichtnahme, aus CDU-Sicht aber eine wichtige Bremse. Die ursprünglichen Vorstellungen, so Ferlemann, seien "deutlich überdimensioniert" gewesen. Dass die Verwaltung nun über eine Wirkungsanalyse nachbessere und deren Ergebnisse in den endgültigen Bebauungsplan einfließen lassen wolle, sei zwar ein atypisches Verfahren. Unter dem Strich jedoch zähle das Ergebnis.

Vertreter der übrigen Ratsfraktionen bekräftigten im Sitzungsverlauf, das von Investor Norbert Plambeck auf den Weg gebrachte Sanierungsprojekt Alter Fischereihafen zu unterstützen. "Ich freue mich außerordentlich über die Worte des Kollegen Ferlemann", meldete sich Oliver Ebken (SPD) zu Wort. Der eingangs beschriebene Kompromiss der Ratspolitik bedeutet aus seiner Sicht allerdings auch eine "Zumutung" für den Investor. Handele es sich doch um den "kleinstmöglichen Nenner für solch ein Invest": Die Einzelhandelsgrenzen würden so gezogen, als sei der AFH entgegen der erklärten Zielsetzung der Planer nicht dazu imstande, zusätzliche Besucher nach Cuxhaven zu ziehen. "Man hätte da noch mutiger rangehen können", fand auch der AfD-Ratsfraktionschef Anton Grunert.

Dass die in Auftrag gegebene Wirkungsanalyse tatsächlich bedinge, dass hinsichtlich des künftigen Einzelhandelsgeschehens deutlich kleinere Brötchen gebacken werden müssen, stellte am Dienstag der Baudezernent in Abrede. "Die Analyse hat unsere bisherige Auffassung eigentlich bestätigt", so Martin Adamski.

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Kai Koppe

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

kkoppe@no-spamcuxonline.de

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