Andreas Jagdhuber trotzt dem böigen Wind

09.05.2010

HELGOLAND. Rund 400 Athletinnen und Athleten trotzten den widrigen Wetterverhältnissen am Sonnabend beim 13. Gerolsteiner Marathon und gingen auf der einzigen Deutschen Hochseeinsel Helgoland an den Start. Gesamtsieger wurde bei den Männern Frank Themsen (LG Bremen Nord) in 2:50:20 Stunden. Bei den Frauen gewann Antje Möller (ASV Duisburg) 3:09:08. Den Sieg im Mini-Marathon verbuchte Andreas Jagdhuber (Rot-Weiss Cuxhaven) in persönlicher Insel-Bestzeit von 19:49 Minuten.

Konkurrenz, so heißt es, belebe das Geschäft. Wohl auch deshalb hatte sich Andreas Jagdhuber gewünscht, wenigstens einen Läufer seiner Güteklasse beim Helgoland-Marathon neben sich zu wissen.

Doch schon am Abend vor dem Start zum Mini-Lauf über 5,8 Kilometer war klar, dem 16-Jährigen von Rot-Weiss Cuxhaven konnte nur einer den Sieg verderben: Wettergott Petrus.

Windstärken in Böen bis acht hatten am Freitag schon Spaziergänge auf dem Klippenrandweg zum Risiko werden lassen - und so war auch kaum jemand auf dem Oberland unterwegs gewesen, der sich Regen und Sturm aussetzen wollte. Eine Absage der Veranstaltung indes stand nicht zur Diskussion. Für Sonnabend waren etwas bessere Bedingungen angesagt, nur Windstärke vier, hieß es. Immer noch genug, dass er nur mit einer Zeit um 21 Minuten gerechnet habe, sagte Jadghuber nach seinem erwarteten Start-Ziel-Sieg. Dass die Uhr nach 19:49 Minuten stehen geblieben war, was denn auch noch persönliche Helgoland-Bestzeit wie auch Streckenrekord bedeutete, freute ihn umso mehr. "Oben an der Langen Anna", erzählte er später, "war es recht windig."

Eine Erfahrung, die auch den Marathonläufern nicht erspart blieb. Frauen-Siegerin Antje Möller hat zwar schon so manche 42,195-Kilometer-Distanz in den Beinen, "aber dass ich mit Jacke und Handschuhen gelaufen bin, habe ich auch noch nicht erlebt", sagte sie sich ob des frischen Windes, blieb mit 3:09:08 Stunden jedoch um 5:20 Minuten unter dem alten Streckenrekord, während Frank Themsen (LG Bremen-Nord) nach 2:50:20 Stunden ins Ziel kam.

Insgesamt waren gut 400 Teilnehmer in beiden Rennen am Start. Und vor allem die Langstreckenläufer scheinen eine positive Eigenschaft mitzubringen: Sie können auch nach 30 Kilometern noch lächeln. Vorausgesetzt, man läuft ihnen nicht gerade am gefürchteten "Düsenjäger"-Anstieg über den Weg. Zur guten Stimmung will in Zukunft auch Volker Krajenski beitragen. Er, der auf Helgoland auch schon erfolgreich war, hat angefangen, die Seiten zu wechseln. Nachdem er hinter Andreas Jagdhuber an diesem Tag Zweiter geworden war und sich umgezogen hatte, assistierte er Sprecher Siegfried Konjack. Für den war die 13. Auflage am Sonnabend die letzte als Mitorganisator, Krajenski wird 2011 übernehmen und allein kommentieren. "Was ich als Sportler nie hören wollte war, wenn ich in der dritten Runde ums Überleben gekämpft habe und jemand rief mir zu: Du siehst gut aus."

Jagdhuber liebäugelt übrigens auch mit einem Marathonstart auf Helgoland. Man wird sehen, ob er dabei dann ebenso eine gute Figur abgibt wie über die 5,8-Kilometer-Distanz. (ti)

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