Der Berufswunsch des KFZ-Mechatronikers steckt in vielen Jungen. Foto: Tonn
Flagge zeigen

Ausbildungsmesse Cuxhaven: 2000 Besucher informieren sich über 200 Berufe

11.09.2019

KREIS CUXHAVEN. Talina, Amrei und ihre Lehrerin Anne Fischer berieten für den Beruf der Pflegefachfrau und den der Operationstechnischen Assistentin (OTA). "Eine tolle Grundlage für ein späteres Medizinstudium", so Amrei, die schon an vielen Operationen beteiligt war.

Studium, Ausbildung oder erst mal ins Ausland? Die Ausbildungsmesse "Flagge zeigen" öffnete ihre Türen, um bei der beruflichen Entscheidung zu helfen. Knapp 2000 Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über eine Vielzahl von Ausbildungsberufen zu informieren. Über 70 Betriebe stellten mehr als 200 Ausbildungsberufe und Studiengänge vor. Handwerk, Industrie, Hotel- und Gastgewerbe, Gesundheits- und Dienstleistungsberufe waren vertreten. An den Ständen warteten die Zutaten für die berufliche Karriere.

Hans-Joachim Puhl, Obermeister der Kfz-Innung Cuxhaven, hatte zwei Azubis dabei. Felix und Tom brennen für ihren Beruf als Kfz-Mechatroniker. "Mein absoluter Traumjob", sagt Felix. Wer kann seinen Beruf besser darstellen als derjenige, der ihn ausübt?

Warum nicht den Beruf des Gärtners erlernen? Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen präsentierte den grünen Ausbildungsberuf mit sieben Fachrichtungen mittels "Virtual Reality". "Auch die Lehrkräfte waren bei uns und haben sich über den Beruf des Straßenbauers informiert, um das an die Schüler weiterzugeben", freut sich Ulrich Feil, Innungsmeister, stellvertretender Obermeister und Lehrlingswart für den Elbe-Weser-Raum.

Raumausstatter-Meister Marcel Schäfer hatte seine Auszubildende Julia mitgebracht. "Das Polstern, die Arbeit mit der Hand, das ist faszinierend", sagt sie. Kasumi und Rebecca haben gerade mit ihrer Ausbildung als SBT-A (Schiffsbetriebstechnischer Assistent) begonnen. "Ich möchte die Welt sehen", sagt Rebecca, die später gerne bei einem Forschungsprojekt- oder Rettungsschiff anheuern möchte. "Man muss keine Angst haben, einen Beruf zu ergreifen, der als Männerdomäne gilt."

An den Informationsständen konnten Fragen gestellt werden. "Es waren schon einige Besucher hier, die wir beraten konnten. Uns Azubis kann man am besten fragen", finden die angehenden Industriekaufleute Maurice, Mareike und Nele, die ihre Ausbildung bei der EWE absolvieren. Ebenso wie Marietta, der zukünftigen Fachkraft für Abwassertechnik Das Spannende an ihrem Beruf sei die Vielfalt, ob im Labor oder der Kläranlage. An der "Burger-Bar" von Fariha, Sabina, Laura und Mandy wurden die Brötchenhälften live belegt. Die vier besuchen die "einjährige Klasse" der BBS und wollen danach in der Gastronomie Fuß fassen, Mandy am liebsten im Service. "Köchin wollte ich schon als Kind werden", sagt Miriam-Felber-Wulff, seit über zehn Jahren Köchin im Badhotel Sternhagen.

Es sei nicht selbstverständlich, dass die Berufsschulen so eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiteten, freut sich Philipp Rademann von der Geschäftsstelle der IHK Cuxhaven. Bärbel Herzog von der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser freute sich über Neu-Teilnehmer wie die Hatecke-Bootswerft und Bodo Freimuth mit seinem Tiefbauunternehmen, die HTK-Akademie aus Hamburg sowie Haux-Life-Support.

"Flagge zeigen"

Die Ausbildungsmesse "Flagge zeigen" wird unterstützt vom Unternehmensverband Cuxhaven Elbe-Weser-Dreieck, der Industrie- und Handelskammer Stade für den Elbe-Weser-Raum, der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser, dem Förderverein BBS Cuxhaven, den BBS Cuxhaven, der Bundesagentur für Arbeit, den Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Die Messe wird heute fortgesetzt.

Von Joachim Tonn

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