Alter Fischereihafen

Bald Gastronomie am Meinkenkai in Cuxhaven

25.05.2018

CUXHAVEN. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ein verglaster Laubengang zum Bummeln und Shoppen an den Meinkenkai im Alten Fischereihafen einlädt. Von Thomas Sassen

Der Platz dafür wird aber derzeit durch den Abriss der alten Auktionshalle freigemacht.

Der 160 Meter lange und 22 Meter breite Vorbau ist Bestandteil der denkmalgeschützten Fischpackhallen, stammt aber in seiner heutigen Ausführung aus der Nachkriegszeit und ist nicht erst seit dem großen Brand von 1991 nur noch ein Torso und schon längst keine Augenweide mehr. Deshalb hatte die Denkmalbehörde dem Antrag auf Abriss durch den neuen Besitzer bereits zugestimmt.

Am Donnerstag vor Pfingsten hat die Firma Bohlen aus Dorum mit dem Abbau und der Entsorgung des Asbestdaches begonnen – eine Vorbereitung für den anschließenden Abbruch. „Etwa zwei Wochen“, schätzt Firmenchef Sven Bohlen, brauchen er und seine zwei Mitarbeiter für die Demontage des 3500 Quadratmeter großen Daches.

Gastronomie am Kai

Danach werden die Betonträger und die Außenwand zum Hafenbecken abgebrochen. Matthias Prey, der sich im Auftrag der AFH Cuxhaven GmbH um die Liegenschaften kümmert, ist vorsichtig optimistisch, dass die dann deutlich verbreiterte Fläche am Meinkenkai von den gastronomischen Betrieben in der Präsident-Herwig-Straße noch in diesem Sommer mitgenutzt werden kann. Der bislang abgesperrte Kaibereich wird dann wieder freigegeben, ein Rundgang um das gesamte Hafenbecken wird möglich. Der Cuxhavener Norbert Plambeck, der die Hafenbrache wiederbeleben will, hofft durch dieses erste Provisorium bereits mehr Leben in den Alten Fischereihafen zu bekommen. Derzeit ist es dort noch sehr ruhig, besonders in den Abendstunden. Dann verirren sich nur selten Gäste in den Hafen. Das könnte sich ändern, wenn die Rückseite der Fischhalle VI nett gestaltet ist, und man dort am Kai sitzen und die Abendsonne genießen kann. Das Potenzial dieses Ortes regte die Architekten im Wettbewerb zu interessanten Gestaltungsideen an.

Architekten-Wettbewerb

Sie zeichneten vor allem gläserne Arkaden und eine Markthalle anstelle der historischen Auktionshalle, die bis in die 1960er-Jahre in Betrieb waren. Die Beratungen darüber, welcher Variante am Ende der Vorzug gegeben wird, laufen noch. Dagegen liegen die Planungen für ein Bed & Breakfast-Hotel im Obergeschoss der Fischhallen bereits fertig in der Schublade des Investors. Zusammen mit einem Nutzungskonzept für den gesamten Hafen sollen sie in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Geplant ist dazu im Juni eine Veranstaltung in den Hapag-Hallen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Auktionshalle

Am Meinkenkai im Alten Fischereihafen wurden bis zu den 1960er-Jahren die Fischdampfer und Kutter gelöscht.

Zu jeder Fischpackhalle gehörte eine Versteigerungshalle. Der bestehende Rest vor Halle VI wird jetzt abgerissen.

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