Bedenkenträger dürfen sich nicht durchsetzen

18.05.2018

Beim Projekt Alter Fischereihafen geht es nun ans Einsgemachte. Etwas Sorgen bereitet der geplante Hotelturm. Dazu ein Kommentar von Thomas Sassen.

Geht es bei der umstrittenen Höhe für das Hotel am Hafeneingang nur um eine Marginalie oder steht damit das gesamte Projekt infrage? Beides kann mit ruhigem Gewissen verneint werden. Tatsächlich hat nach Monaten überraschender Eintracht der zu erwartende Schlagabtausch eingesetzt. Im Bebauungsplan wird nun festgezurrt, wie groß und wie verdichtet rund um den alten Hafen gebaut werden darf. Damit nehmen die hochtrabenden Architektenpläne konkrete Formen an. Was im Bebauungsplan erlaubt ist, wird von den Investoren auch realisiert. Das ist die Regel.

Wollte Politik das verhindern, muss sie jetzt handeln. Und Teile haben gehandelt. Bedenkenträger sind aufgetaucht. Sie sitzen in der CDU-Fraktion. Im Beteiligungsverfahren haben sie sich auffällig zurückgehalten. Statt sich rechtzeitig zu melden, schicken sie nun den Oberbürgermeister vor, der dem ohnehin ungeliebten Investor die Suppe versalzen soll. Dass ist allzu durchschaubar und wird am Ende nicht funktionieren. Plambeck hat es geschafft, die Bevölkerung für sein Projekt zu begeistern. Und er macht ernst. Er nimmt Millionen in die Hand, um die Hafenbrache in ein Schmuckstück zu verwandeln. Ein finanzielles Abenteuer, das jede Unterstützung der Politik verdient hat, bei allen Detailfragen.

Dass einflussreiche Kreise aus dem Tourismus um ihre jahrzehntelang sicheren Pfründe bangen, ist verständlich. Sie dürfen sich aber nicht durchsetzen. Das Projekt muss gelingen und dazu gehört auch eine sichtbare „Landmarke“.

Lesen Sie auch...
Kommentar zum Haushalt

Aktive Entwicklung der Otterndorfer Innenstadt

von Wiebke Kramp | 13.12.2018

Der Kirchplatz ist quasi die gute Stube Otterndorfs. Das dort beheimatete Traditions-café Brüning zu pachten, ist genau die richtige Entscheidung der Stadt. In mehrfacher Hinsicht: So wird Leerstand an exponierter Stelle ebenso vermieden wie die Ansiedlung von Telefonläden, Ein-Euroshops oder Imbissen.

Kommentar zur Sparkasse

Filialschließungen: Niedergang des ländlichen Raumes?

von Egbert Schröder | 12.12.2018

Das ist natürlich ein Schlag ins Kontor für einige Dörfer: Die Weser-Elbe-Sparkasse schränkt ihre Dienstleistungen in vielen Gemeinden ein.

Kommentar zum Trainerwechsel

Die Baskets machen den Bock zum Gärtner

von Frank Lütt | 06.12.2018

Die Cuxhaven Baskets geraten in eine finanzielle Schieflage und Entscheidungen müssen getroffen werden. Neben dem Insolvenzantrag ist die richtungsweisendste Handlung die Trainerentscheidung.

Kommentar zur Ärzteversorgung

Hausärzte im Cuxland: Nicht allein die Papierlage betrachten

von Wiebke Kramp | 29.11.2018

Zwischen Plan und Wirklichkeit klaffen manchmal Welten. Dass im Gebiet Cuxhaven-Steinau und Otterndorf die hausärztliche Versorgungsquote im Bedarfsplan bei annähernd 100 Prozent liegt, dürfte bei den dort praktizierenden Medizinern für Verblüffung sorgen.