Eine Kuh steht auf einer Weide. Die Bioland Regionalgruppe Elbe-Weser trifft sich regelmäßig zu Veranstaltungen und Diskussionen. Symbolfoto: Gollnow
Landwirtschaft

Bioland Elbe-Weser holt Nachhaltigkeitsforscher

14.03.2019

CUXHAVEN. Die Bioland-Regionalgruppe Elbe-Weser versammelte sich im Cuxhavener Bürgerbahnhof zu einer Diskussionsrunde.

So wie bisher könne die Wirtschaft langfristig nicht weiterwachsen. Die Ressourcen würden knapp, die Umwelt leide und immer mehr Menschen stießen bei zu hoher Stressbelastung an ihre psychischen Grenzen: So die These des Siegener Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Niko Paech. Auf einem Treffen der Bioland-Regionalgruppe Elbe-Weser im Cuxhavener Bürgerbahnhof stellte er seine Ideen in dem Vortrag "Verantwortung für unser Tun - Wege zur Postwachstumsökonomie" vor.

Paech plädiert für eine "alternative Wirtschaftsordnung". Gebannt folgten die Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Saal den Ausführungen. Um "das schädigende Wachstum" einzugrenzen, könne die Arbeitszeit deutlich reduziert werden, meinte er. Die so frei werdende Arbeitszeit könnten die Menschen in die Eigenproduktion von Lebensmitteln und Waren sowie die Reparatur und damit Verlängerung der Lebenszeit von Gütern stecken.

Auch eine Teilung von gemeinschaftlich angeschafften Gütern wie Werkzeugen, Haushaltsgeräten oder Autos sei ein guter Weg, unnötigen Konsum zu vermeiden. Viele der Ideen seien bereits vom Bioland Verband und seinen Mitgliedern umgesetzt. Die ökologische Landwirtschaft trage schon von sich aus viel dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. So gebe es unter den Bioland-Betrieben einige Initiativen, bei denen Gruppen von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem Landwirt kooperierten.

Einzelne Mitglieder waren auch direkte Partner im Forschungsprojekt "nascent", an dem Paech mitwirkte.

Die Bioland Regionalgruppe Elbe-Weser trifft sich regelmäßig zu Veranstaltungen und Diskussionen, um sich mit relevanten Themen rund um den Biolandbau auseinanderzusetzen.

Bioland-Verband:

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 7700 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien.

Hinzu kommen mehr als 1000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie nach eigenen Angaben "eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt".

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