Einsatzkräfte aus Stade und Wiepenkathen waren vor Ort. Das verrauchte Erdgeschoss wurde belüftet.Foto: Beneke
Rauch und Flammen

Brand in Stader Haus: Einsatzkräfte äußern bösen Verdacht

14.01.2020

STADE. In der Nacht zu Dienstag ist in einem Wohn- und Geschäftshaus am Nachtigallenweg im Stader Stadtteil Hahle ein Feuer ausgebrochen. Rauch und Flammen schlugen aus dem Erdgeschoss. Den Einsatzkräften gelang es, die Wohnungen zu schützen.

Ein Anwohner hatte Rauch bemerkt, der aus den inzwischen von einer Nachbarschaftsinitiative genutzten Praxisräumen im Erdgeschoss zog. Er konnte einen Blick durch die offene Tür erhaschen und sah Flammen in einem hinteren Raum. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte beide Züge der Feuerwehr Stade, die Feuerwehr Wiepenkathen sowie die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Gegen 3.40 Uhr machte sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Weg zum Einsatzort.

Unter schwerem Atemschutz verschafften sich die Freiwilligen Zugang zu dem völlig verrauchten Bereich. Dort standen Putzlappen und Malervlies in Brand. Die Räume werden zurzeit offenbar renoviert. Mit Wasser konnten die Feuerwehrleute die Flammen schnell löschen und ein Ausbrennen der Räume verhindern. Sie belüfteten die Etage. Das Treppenhaus und die Wohnungen des verwinkelten Komplexes waren nicht betroffen. Auch eine Kontrolle mit der Drehleiter ergab, dass für die Bewohner keine Gefahr bestand. Die Notfallsanitäter mussten nicht eingreifen. Der Einsatzleiter, Stades Ortsbrandmeister Stephan Woitera, bezifferte den entstandenen Sachschaden auf 5000 Euro.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte es in den ehemaligen Praxisräumen schon einmal gebrannt. Auch damals gingen Lappen und anderer Unrat in Flammen auf. Der Verdacht: Ein zweites Mal treibt ein Brandstifter hier sein Unwesen. Die Ermittler der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben die Spuren des Feuers dokumentiert. Zeugen können sich unter Telefon (0 41 41) 10 22 15 bei der Stader Polizei melden. (bene)

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