Die Demontage einer beschädigten alten Drehbrücke hat am Freitag im Hafen von Bremerhaven begonnen. Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa
Bauarbeiten

Bremerhaven: Alte Eisenbahndrehbrücke wird abgebaut

10.04.2021

BREMERHAVEN. Nun hat ihre letzte Stunde geschlagen: Die Demontage einer beschädigten alten Drehbrücke hat am Freitag im Hafen von Bremerhaven begonnen.

Zwei Kräne arbeiteten an der Stahlkonstruktion von 1928/30, die als die größte Eisenbahndrehbrücke in Deutschland galt. Einzelne Teile wurden abgetrennt. Den Hauptteil der gut 111 Meter langen Brücke sollte ein schwimmender Ponton am Samstag hochheben und abtransportieren.

An der wichtigen Straßen- und Bahnverbindung durch den Hafen war am Donnerstag vor Ostern ein Stahlträger gebrochen. Das machte die Brücke komplett unbrauchbar. Der Kaiserhafen mit der Lloyd-Werft und Rampen zum Beladen von Autotransportern war über Tage nicht erreichbar, weil die Kaiserschleuse als zweite Zufahrt saniert wird. Für einen Notbetrieb wurde die Schleuse wieder in Gang gesetzt.

Nach der Ursache des Schadens werde gesucht, sagte ein Sprecher des Hafenbetreibers Bremenports. Es habe bei der technischen Überwachung des alten Bauwerks keine Hinweise auf Materialermüdung gegeben. Der für 2025 geplante Bau einer neuen Brücke müsse vorgezogen werden. Wahrscheinlich werde das keine Drehbrücke mehr sein, sondern eine moderne Klappbrücke. Es müsse überlegt werden, ob sie auch wieder mit Schienen für den Bahnverkehr ausgestattet wird, sagte der Sprecher.

Bis dahin sei eine Übergangslösung notwendig, zum Beispiel mit Pontons. Die Bahngleise auf die sogenannte Columbus-Insel versorgten mehrere Kaianlagen und Tanklager. Auch das Kreuzfahrtterminal steht auf der Insel. Eine Folge des Schadens ist, dass viele Güterwaggons auf der Insel vom Schienennetz abgeschnitten sind. (dpa)

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