Die "Seute Deern" liegt im Bremerhavener Hafenbecken auf dem Trockenen, um abgewrackt zu werden. Foto: Sina Schuldt/dpa
Aber Ersatz kommt

Bremerhaven: Endgültiger Abschied von der "Seuten Deern"

06.01.2021

BREMERHAVEN. Die Bremerhavener müssen im neuen Jahr endgültig Abschied von ihrem ehemaligen Wahrzeichen nehmen, dem Segelschiff "Seute Deern".

Die marode Bark liegt schon seit vergangenem Jahr eingebettet in Sand in einem Hafenbecken, nun beginnen die Abwrackarbeiten.

Für die erste Phase werde über dem Holzschiff ein Gehäuse errichtet, sagte ein Sprecher des Hafenbetreibers Bremen Ports am Dienstag. Unter der Schutzhülle solle die "Seute Deern", plattdeutsch für "Süßes Mädel", von Schadstoffen befreit werden. Beispielsweise seien Farbschichten auf dem Rumpf mit Asbest belastet. Um das Gehäuse errichten zu können, ist der Boden um das Wrack planiert worden.

Nach der Demontage des über 100 Jahre alten Holzschiffs muss das mit Sand aufgefüllte Hafenbecken wieder ausgebaggert werden. Der gesamte Prozess werde bis in den Sommer dauern, sagte der Sprecher. Das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven teilen sich die auf drei Millionen Euro veranschlagten Abwrackkosten.

Die Stadt Bremerhaven und das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) sollen aber wieder einen Großsegler als Hingucker im Museumshafen bekommen. Dazu soll die "Najade" nachgebaut werden. Sie lief 1888 als erster großer Frachtsegler mit Stahlrumpf auf der Tecklenborg-Werft in Bremerhaven vom Stapel. Der Bundestag gab im vergangenen November 46 Millionen Euro frei, um die "Najade" als Ausstellungsschiff neu zu bauen und andere DSM-Oldtimer zu sanieren. Der Bau werde zwei bis drei Jahre dauern, sagte ein Sprecher der Stadt. (dpa)

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