Die Luftaufnahme zeigt die "Mosaic"-Scholle am 30. Juni 2020. Foto: Alfred-Wegener-Institut / Markus Rex
Forschung

Bremerhavener "Mosaic"-Expedition: Eisscholle zerbricht in viele Teile

31.07.2020

BREMERHAVEN/NORDPOL. Unter lautem Knallen ist die "Mosaic"-Eisscholle am 30. Juli in viele Teile zerbrochen.

Einen Tag zuvor hatte das internationale Forscherteam nach exakt 300 Tagen mit dem Abbau des Camps auf der Scholle begonnen. "Es ist uns gelungen, den Lebenszyklus der Mosaic-Scholle seit Anfang Oktober letzten Jahres bis zu ihrem Ende zu begleiten", sagte Expeditionsleiter Markus Rex am Freitag und bezeichnete das Timing als "perfekt". Ganze 1700 Kilometer habe die Scholle die Wissenschaftler von der Laptewsee vorbei am Nordpol bis in die Framstraße getragen.

Seit Oktober angedockt

Am 4. Oktober 2019 hatte sich das internationale Team an der Eisscholle, auf der sie ihr Camp aufschlugen, einfrieren lassen. Das Forschungsschiff Polarstern dockte an der Scholle an. Seitdem drifteten die Wissenschaftler durch das Nordpolarmeer, um das Klimasystem der Zentralarktis zu erforschen. Ziel der Expedition ist es, den Einfluss der Arktis auf das globale Klima besser zu verstehen.

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In einer nächsten Phase will das Forscherteam weiter nach Norden vorstoßen. "Jetzt steht das letzte noch fehlende Puzzlestück im Jahreszyklus des arktischen Meereises im Fokus, das beginnende Gefrieren am Ende des Sommers", sagte Rex.

Proviant wird erwartet

Zunächst werde die Polarstern aber noch nahe der Eiskante bleiben, teilte das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung am Freitag mit. Solange, bis der russische Forschungseisbrecher Akademik Tryoshnikov in den nächsten Tagen mit neuen Besatzungsmitgliedern und Proviant eintreffe. (dpa)

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