Tourismus

Campingpark Wingst hat einen Lauf

14.03.2017

WINGST. Der Knaus Campingpark Wingst erwacht langsam aus der Wintrerruhe. Die Buchungslage verspricht wieder ein gutes  Jahr. Und es wird erheblich investiert. (wip)

Grauer Kittel und Miesepetrigkeit waren vorgestern. Der Platzwart von früher heißt heute Park-Manager und setzt statt Mecker, Pendanterie und Kleingeist auf Teamarbeit, Service und Freundlichkeit.  Kay Schreitmüller (62) ist kaum vom Telefon wegzulotsen.

Seit Anfang März ist wieder geöffnet und die aktuelle Buchungslage verheiße ein erfreuliches Ergebnis, so der Camp-Manager. Bereits das vorige Jahr trug zur Stimmungsaufhellung bei. Wir hatten 50 Prozent mehr Gäste als im Jahr zuvor.“ Was die genauen Zahlen betrifft, möchte er sich allerdings nicht in die Karten gucken lassen.

Klar ist, hier kann man unter Tannen träumen. Der Campingpark Wingst hat auf hügeligem Waldgelände auf mehreren Ebenen insgesamt 300 Stellplätze, darunter 80 für Dauercamper – und einen Lauf. In der anstehenden Saison wird Schreitmüller wiederum viele neue Gäste in der Wingst begrüßen können, darunter etliche aus Dänemark und Holland. Camping geht hier auch ohne Wohnwagen oder Wohnmobil: Auf dem Gelände stehen zwei neue, komplett ausgestattete Mustermobilheime, die angemietet werden können – aber auch zum Verkauf stehen und vom Unternehmen Knaus Home vermarktet wird.

Der Zuspruch auf dem Wingster Campingplatz erzeugt Bewegung. Die Familie Knaus, Eigentümerin dieser Einrichtung und weiterer Campingplätze deutschlandweit , investiert erheblich in die Wingst. Für „eine deutliche sechsstellige Summe“, so Schreitmüller, wird einer der beiden Sanitärräume von Grund auf neu hergerichtet mit modernsten Duschen und WCs. Im kommenden Winter ist der andere Sanitärbereich an der Reihe. Und sollte die Revitalisierung der Wingst greifen, ist man auf dem Campingplatz dafür bestens gerüstet und kann die Stellplatzzahl auf 500 erweitern.

Was macht das Erfolgsrezept aus? Kay Schreitmüller sagt: Der gegenwärtige Zulauf liege an die zahlreichen positiven Bewertungen im Internet, ein großes Plus sei das angeschlossene gute Restaurant und die generelle positive Stimmung auf dem Platz. Gezielt werde auf Familienfreundlichkeit gesetzt. Neben einem Spielplatz gibt es ein Spielzimmer für die jüngeren Gäste. „Kinder sind schließlich unsere Kunden von morgen – so sollen sich hier bei uns wohlfühlen.“ Besonders sei die Hundefreundlichkeit. So gibt es hier sogar einen Hundestrand mit Duschen am Angelsee sowie eine Spielweise, schließlich gehören ja auch Hunde zur Familie und im Urlaub mit dazu, findet der Park-Manager und die Besucher freut es, dass ihre Vierbeiner hier nicht draußen bleiben müssen.

Ganz bewusst sei der Park ein Ort der Begegnung. „Es gibt hier keine abgetrennten Plätze für Dauer– und Urlaubscamper. „Das ist schließlich auch das Wesen von Camping, neue Leute kennenzulernen“, sagt der Manager mit leicht hessischem Singsang und betont mit Stolz: Die Stellplätze seien sehr großzügig bemessen.

Sehr zu schätzen wissen die Camper, den freien Eintritt ins Schwimmbad nebenan und den in der Nachbarschaft liegenden Spielpark. Wer zum Strand möchte, mache einen Ausflug nach Otterndorf oder CuxhavenDie gegenseitge Kurkartenanerkennung sei ideal. Und zum Großstadttrip lockt Hamburg.

In seinem früheren Leben war Schreitmüller Hubschrauber-Pilot, heute versteht er seine Aufgabe, mit seinem Team den Campern das bodenständig den Urlaub und Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und auf Kundenzufriedenheit zu setzen: „Das reicht vom Brötchenlieferservice über Fahrkartenverkauf bis zum Fahrradverleih“, betont er.

Seit zwei Jahren ist er in der Wingst als Park-manager tätig und fühlt sich der Rolle sichtlich wohl. „Ich bin überzeugte Wingster geworden“, schmunzelt er und schwärmt vom großen Rückhalt aus der Bevölkerung.

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