Niedersachsen informiert die über 70-Jährigen in der kommenden Woche per Brief über die Anmeldung für eine Corona-Impfung. Wann bin ich dran mit der Impfung? Das bewegt nicht nur die Senioren, sondern auch viele jüngere chronsich und schwer Kranke. Foto: dpa/Arne Dedert
Impfkampagne Niedersachsen

Corona-Impfungen für Ü-70-Jährige: Land schreibt Briefe

von Maren Reese-Winne | 12.03.2021

KREIS CUXHAVEN/HANNOVER. Niedersachsen wird Ende der kommenden WocheÜ-70-Jährige per Brief zur Corona-Impfung einladen. Chronisch Kranke werden von den Kassen angeschrieben.

Das Sozialministerium wird in den nächsten drei Wochen in drei Staffeln wochenweise nach Jahrgängen - beginnend mit den 77- bis 79-Jährigen, gefolgt von den 74- bis 76-Jährigen sowie den 70- bis 73-Jährigen - alle Impfberechtigten aus dieser Gruppe anschreiben und über ihren Weg zur Anmeldung informieren. Dies hat Sozialministerin Daniel Behrens am Freitagvormittag vor der Landespressekonferenz in Hannover bekannt gegeben.

Brief vor Anmeldung abwarten

Eine Anmeldung ist für alle Berechtigten der gesamten Altersgruppe aber bereits ab Montag möglich. Behrens bittet allerdings darum, erst den Brief abzuwarten, damit das Internetportal und die Hotline nicht überlastet werden. Am Freitagmittag war das Internetportal nicht erreichbar, weil nicht genügend Impfstoff für neue Termine vorhanden war.

Impfzentren brauchen Impfstoffe noch komplett

Daniela Behrens hält an dem auf Bundesebene gefassten Beschluss fest, dass die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erst ab dem 19. April in die Impfungen mit einbezogen werden sollen. Das begründete sie damit, dass alle Impfdosen, die das Land derzeit erreichten, von den Impfzentren benötigt würden, die keinesfalls in die Lage gebracht werden dürften, Termine wieder absagen zu müssen. Die Kapazitäten der 52 Impfzentren sollen auf rund 180.000 Impfungen pro Woche  hochgefahren werden.

Auch an den Ostertagen impfen

Daniela Behrens kündigte eine deutliche Aufstockung der Kapazitäten der Impfzentren an. Die Landkreise seien aufgefordert, sich auf steigende Impfstoffmengen einzustellen und die Kapazitäten hochzufahren. Das bedeute, auch Impfungen an Sonn- und Feiertagen anzubieten. Auch an den Ostertagen, betonte Daniela Behrens: Die Pandemie mache an den Feiertagen ja auch keine Pause und die Inzidenz steige derzeit wieder.

Erheblichen Schub solle die Impfkampagne durch die Einbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erhalten. Diese seien in der Lage, wöchentlich rund 800.000 Impfungen zu verabreichen - so denn Impfstoffe da seien.

Gesetzliche und private Kassen einbinden

Zur Personengruppe der Priorisierungsgruppe 2 gehören auch chronisch und schwer Kranke im Alter von unter 70 Jahren. Sie warten schon lange auf einen Weg, der ihnen den Weg zur Impfung öffnet. Hierfür liegt nun der Vorschlag auf dem Tisch: Um diese Personengruppe zu identifizieren und den Berechtigten eine Anmeldung zu ermöglichen, sollen die Krankenkassen - gesetzliche wie private - die Berechtigten anschreiben. Diese Anschreiben seien wie ein ärztliches Attest anzusehen und berechtigten zur Anmeldung über Impfportal oder Hotline.

Hausärzte Schlüsselrolle

Die Hausärzte sollen eine Schlüsselrolle bei der Versorgung der weiteren Impfberechtigen aus der Priorisierungsgruppe 2 - der schwer und chronisch Kranken und der Personen, die es nicht schaffen, ein Impfzentrum zu erreichen - spielen.

Impfstoff anspruchsvoll

Allerdings gibt es Grenzen durch die Transport- und Lageranforderungen der jeweiligen Impfstoffe. Der Biontech/Pfizer-Impfstoff wird voraussichtlich weiter vor allem in den Impfzentren verabreicht werden, AstraZeneca und Moderna sowie weitere weniger empfindliche Präparate in den Praxen.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mreese-winne@no-spamcuxonline.de

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