Der aktuelle Corona-Lockdown soll gemäß eines Entwurfs bei den heutigen Bund-Länder-Beratungen um drei Wochen verlängert werden. Foto: Weigel/dpa
Corona-Pandemie

Corona-Lockdown soll um mehrere Wochen verlängert werden

22.03.2021

KREIS CUXHAVEN/BERLIN. Der Corona-Lockdown soll bei den heutigen Bund-Länder-Beratungen deutlich über Ostern hinaus verlängert werden. 

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der aktuelle Corona-Lockdown um drei weitere Wochen verlängert werden, eine Verschärfung der Maßnahmen wird dabei nicht ausgeschlossen. Die derzeitigen Corona-Regelungen sind bis Sonntag (28. März) gültig. Bei den heutigen Bund-Länder-Beratungen sollen die Maßnahmen bis zum 18. April verlängert werden, wie aus einem Entwurf hervorgeht, der unter anderem dem Spiegel und dem RND vorliegt. 

Keine Lockerungen in Sicht

Darin heißt es: "Bei hohen Neuinfektions­zahlen muss über eine Stabilisierung des Infektions­geschehens hinaus mit Öffnungen abgewartet werden, bis die Zahlen gesenkt werden konnten." Angesichts der Infektionslage bedürfe es konsequenter Maßnahmen. "Insbesondere Kontakte in Innenräumen müssen aufgrund der dort erhöhten Infektionsgefahr weitestgehend vermieden oder mit umfassenden Schutzmaßnahmen wie dem verpflichtenden Tragen von Masken mit hoher Schutzwirkung und der Nutzung von Schnelltests verbunden werden." 

Alle aktuellen Infos rund um die Entwicklung und Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Region rund um Cuxhaven lesen Sie hier.

Mobilität einschränken

Um das Übergreifen von Infektionen aus Regionen mit höheren Inzidenzen auf Regionen mit niedrigeren Inzidenzen weitestgehend einzudämmen, müsse auch die Mobilität weiterhin eingeschränkt und auf das absolut Notwendige reduziert werden.

Corona-Notbremse soll greifen

Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder blieben weiterhin gültig. "Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 18. April 2021 verlängern", heißt es in dem Entwurf. Angesichts der exponentiell steigenden Infektionsdynamik müsse die am 3. März vereinbarte Notbremse konsequent umgesetzt werden. Die Notbremse besagt: "Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft." Das war der Lockdown ohne Lockerung.

Kommt die Ausgangssperre?

Doch die Spitzenpolitiker rechnen damit, dass diese Maßnahmen womöglich nicht ausreichen. Daher könnte die Corona-Notbremse verschärft werden: Noch in Klammern gehalten sind in dem Entwurf Ausgangs­beschränkungen "von XX Uhr bis 5 Uhr" ab einer Inzidenz von 100, Schul- und Kita-Schließungen, sofern keine Selbsttests zur Verfügung stehen, und verbindliche Schul- und Kita-Schließungen ab einer Inzidenz von 200.

Mehr Tests in Unternehmen

Auch Unternehmen sollen für ihre Arbeitnehmer in Präsenz regelmäßige Tests zur Verfügung stellen. Die bereits angelaufene Reisewelle nach Mallorca beunruhigt einige Länderchefs sehr. Unter Prüfvorbehalt stehen daher Quarantäne und Testpflicht "vor Rückreise und bei Einreise" und "unabhängig von Inzidenzen im Zielland".

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.



Lesen Sie auch...
Wenn der Boden Geschichte erzählt

Cuxhaven: Gold und Silber aus der Wikingerzeit kommen ans Licht

von Maren Reese-Winne | 25.09.2021

CUXHAVEN.  Gleich zweimal findet Sondengänger Ralf Braesch aus Cuxhaven Zahlungsmittel aus der Wikingerzeit. Trieben die wilden Horden hier einst vielleicht ganz friedlichen Handel?

Einmaliges Kunstwerk

So hat eine junge Frau aus Cuxhaven Christos letztes Werk in Paris erlebt

25.09.2021

PARIS/ ALTENWALDE. Christos letztes Werk wurde in Frankreich verhüllt und eine junge Cuxhavenerin war dabei!

Herzensangelegenheit Klimaschutz

Martin Adamski verlässt Cuxhaven: Wie es für den Baudezernenten nun weitergeht

von Jens Potschka | 25.09.2021

CUXHAVEN. Baudezernent Martin Adamski verlässt Cuxhaven und stellt sich in wenigen Monaten einer neuen Herausforderung in Bielefeld. Die Gründe für seine Entscheidung und seine Pläne für die verbleibende Zeit in Cuxhaven hat er uns verraten. 

Investorenauswahlverfahren

Seehospital Sahlenburg: Acht Bewerber mit "hochkarätige Ideen" sind im Rennen

von Maren Reese-Winne | 25.09.2021

CUXHAVEN. Acht sind im Rennen: Von den Kaufinteressenten  für das Helios-Areal in Sahlenburg wird nun "Butter bei die Fische" verlangt.