Die VHS der Stadt Cuxhaven, deren Gebäude gerade saniert wird, bleibt selbstständig. Foto: Reese-Winne
Erwachsenenbildung

Cuxhaven: Idee einer gemeinsamem Kreis-VHS begraben

von Maren Reese-Winne | 14.02.2020

KREIS CUXHAVEN. Entscheidung gefallen: Die Überlegungen für eine gemeinsame Volkshochschule für die Stadt und den Kreis Cuxhaven sind vom Tisch. 

Es bringe nichts, die Diskussion, die auch Verwaltungskraft binde, bis zur Unendlichkeit auszudehnen: Darin war sich die Kreispolitik am Donnerstag im Schulausschuss weitgehend einig - insbesondere, nachdem Karina Kramer, Leiterin des Amtes Schulen und Kultur des Kreises, unmissverständlich deutlich gemacht hatte, dass beim Personal auch im Fall einer Zusammenlegung nichts mehr einzusparen sei.

"Zu unterschiedlich"

Außerdem seien die Anforderungen an eine VHS in einem so großen Landkreis zu unterschiedlich, resümierten die Ausschussmitglieder. Die Verwaltung habe den Auftrag, mit der Stadt zu verhandeln, ordentlich umgesetzt, stellte Ulla Bergen (SPD) fest. Das Ergebnis sei deutlich und gebe auch der Stadt Sicherheit, die gerade dabei sei, das VHS-Gebäude im Stadtzentrum zu sanieren und umzubauen. Klar sei aber auch: "Die Erwachsenenbildung im Landkreis Cuxhaven wird nicht günstiger."

Kommissarische Leitung

Ähnlich äußerte sich Lasse Weritz (CDU): "Man muss auch mal aufhören, einen Weg weiterzugehen." Er sprach ebenfalls die zu beendende "Hängepartie" für die Stadt Cuxhaven an. Dort ist zum Beispiel mit Rücksicht auf die Verhandlungen die Leitung bisher nur kommissarisch vergeben worden.

Bessere Belegung durch Kreis-VHS

Anton Werner Grunert (AfD) hätte sich eine kreisweite VHS gewünscht, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Kursen eventuell auch zu einer besseren Belegung zu verhelfen. Henry Kowalewski (SPD) konstatierte hingegen: "Die Stadt-VHS kommt gut ohne unsere im Landkreis zurecht."

Weitere Gespräche folgen

Statt an dieser Stelle weiter Verwaltungskraft zu binden, so der allgemeine Konsens, gehe es jetzt um ein tragfähiges Modell für die Erwachsenenbildung im Kreis. Dazu soll nochmals mit den Hauptverwaltungsbeamten der Kreis-Gemeinden und den anderen Trägern der Erwachsenenbildung gesprochen werden.

Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mreese-winne@no-spamcuxonline.de

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