Cuxhaven jetzt ganz offiziell "Cuxhoben"

10.03.2009

Zweisprachige Ortseingangstafeln sind in Groden installiert worden

<b>cn/mr. ? Nun darf sich die Stadt Cuxhaven auf Plattdeutsch auch ganz offiziell "Cuxhoben? nennen. Jedenfalls ließ die zuständige Abteilung in der Kommunalverwaltung an der Bundesstraße 73 zwischen dem großen Autobahn-Kreisel und der Kreuzung nach Groden neue Ortseingangstafeln anbringen, auf denen in etwas kleineren Buchstaben die niederdeutsche Umsetzung der Stadtbezeichnung auftaucht. </b>

Die Ausnahmegenehmigung erteilte dazu das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Bei plattdeutschen Zusätzen für Ortsnamen sind solche Genehmigungen schon ein Selbstgänger; allerdings muss das Institut für Niederdeutsche Sprache in Bremen stets zuvor seinen Segen geben, denn nicht alle Bezeichnung für Kommunen lassen sich ohne weiteres in die von der Europäischen Union anerkannte Regionalsprache "Platt? übersetzen (bei "Belum? oder "Wingst? wird es beispielsweise schon schwierig). Aber Cuxhaven wurde, seit dieser Name für das alte Amt Ritzebüttel gebräuchlich wurde, von vielen Einheimischen als "Cuxhoben? bezeichnet.

Ganz böse Zungen sprachen sogar von "Cuxendörp? und wollten so den provinziellen Charakter der Elbmündungsstadt vorführen. Aber das gehört ja wohl ins Reich der Legende?

Bevor nun aber Cuxhaven den amtlich dokumentierten niederdeutschen Namenszusatz bekam, hatten die Vororte schon das Privileg, sich mit dem heimischen Terminus schmücken zu dürfen. Altenbruch heißt zusätzlich "Olenbrook? und "De Worth? steht für das ebenfalls uralte Lüdingworth. Altenwalde führt zusätzlich die niederdeutsche Bezeichnung "Olenwoold? auf den offiziellen gelben Ortstafeln.

Die CN befragten zum Thema den zuständigen Abteilungsleiter im Institut für Niederdeutsche Sprache, Dr. Frerk Möller. Der Philologe sagte: "Ortstafeln mit niederdeutschen Anteilen sind Ausdruck kultureller Vielfalt im Lande. Um der sprachhistorischen Komponente gerecht zu werden, erwächst die Notwendigkeit, die Wahl eines niederdeutschen Namens zu begründen und nachvollziehbar zu machen.? Das sei für Cuxhaven und seinen genannten Vororte gegeben.

In der sorbischen Lausitz haben zweisprachige Ortstafeln eine lange Tradition, die bis in die Kaiserzeit zurückreicht. Darauf beriefen sich dann die Nordfriesen, die in Schleswig-Holstein bereits vor rund 20 Jahren Biligualität auf verkehrsamtlichen Ortstafeln ihres Sprachgebietes durchsetzten (z. B. Bräist? für Bredstedt). Dann kamen die Ostfriesen und durften zum Namen ihrer Hauptstadt Aurich das "Auerk? hinzusetzen.

Ihre Landsleute im ostfriesischen Emden aber sollen mit ihrem Versuch gescheitert sein, nur den Buchstaben "M? unter den Stadtnamen zu setzen. Die etwas mundfaulen Bewohner sagen nämlich schlicht und ergreifend "Emm? zu der Seehafenstadt am Dollart. Selbst eine Intervention des gebürtigen Emders Otto Waalkes soll nichts bewirkt haben?

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