Die Hospizgruppe erhielt zwei Goldbarren am Nikolaustag. Foto: Peters
Kommentar zu Goldbarren

Cuxhaven: Schatz lässt Menschen enger zusammenrücken

von Maren Reese-Winne | 15.12.2018

Die Woche verlief für die Hospizgruppe Cuxhaven, "Ritzebüttel aktiv" und den Tierschutz aus Cuxhaven, die zum Nikolaus mit jeweils zwei Goldbarren beschenkt worden waren, wie im Rausch

Kamerateams gaben sich die Klinke in die Hand, Medienanfragen kamen aus ganz Deutschland und sogar aus Belgien und dazwischen mischten sich die Gratulanten aus ungeahntesten Richtungen. "Wie die das alle erfahren...", wundert sich Jutta Auga aus dem Begegnungszentrum Lehfeld im Stadtteil Ritzebüttel.

Es hat sich eben nicht um schnöden Mammon (obwohl den jeder wohl auch gerne nehmen würde!) gehandelt, der dort im Briefkasten lag, sondern um das legendenumwobene Edelmetall Gold - klar, dass sich da das Bild von einem Goldschatz aufdrängt.

Umgehauen hat alle Beschenkten nicht nur die reine Summe, sondern vielmehr die ihnen entgegengebrachte Menschlichkeit und Großzügigkeit. Daraus entsteht gerade etwas noch Größeres: Die drei Gruppen haben schon telefoniert. Sie wollen zusammenrücken und gemeinsame Projekte organisieren. Ganz neue Partnerschaften entstehen.

Das dürfte vor allem eine Person diebisch freuen, die jetzt irgendwo in Cuxhaven sitzt und strahlend auf das schaut, was sie "angerichtet" hat. Mal eben in zwei Tagen Besitz im Wert über 50 000 Euro heimlich, still und leise zu verschenken, das ist eine noble Geste und verdient ebensolche Reaktionen. Wer hier auch nur entfernt an Neid denkt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Und weil es ja für alle ein Märchen werden soll, will nun eine Goldfirma Werbung mit dem Cuxhavener Weihnachtswunder machen und an Wohlhabende appellieren, nach Cuxhavener Vorbild Gold an gemeinnützige Institutionen zu spenden, weil es so viel mehr auslösen kann als Geld. Wenn schon Win-Win-Situation, dann für alle...

Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mreese-winne@no-spamcuxonline.de

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