Auch der Windpark-Entwickler PNE hat die Corona-Krise zu spüren bekommen. Foto: PNE AG
Finanzen

Cuxhaven: Windpark-Entwickler PNE von Corona-Krise gezeichnet

12.08.2020

CUXHAVEN. Der Windpark-Entwickler PNE hat in der ersten Jahreshälfte die Auswirkungen der Corona-Viruskrise zu spüren bekommen.

Dennoch gibt sich das Unternehmen für die kommenden Monate zuversichtlich. Fertiggestellte Projekte konnten zuletzt nicht an Investoren verkauft werden, zudem musste die Arbeit über eine mehrwöchige Übergangsphase auf Homeoffice umorganisiert werden. Insgesamt sei "eines der ungewöhnlichsten Halbjahre in der Unternehmensgeschichte" finanziell aber vergleichsweise gut ausgefallen, sagte Vorstandschef Markus Lesser am Mittwoch.

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Hauptsitz in Cuxhaven

Bei der Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Cuxhaven schmolz das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von 12,9 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2019 auf jetzt rund 600.000 Euro zusammen. 2019 hatte es dagegen noch mehr als eine Verdreifachung des Werts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben. Der Umsatz der PNE AG, die Windparks an Land und auf See projektiert, baut und verkauft, sank nur leicht von 65,6 auf 62,4 Millionen Euro. Von Januar bis Juni des vorigen Jahres waren die Erlöse um über das Doppelte gestiegen.

Pläne: Solarkraft

Die nun dezentralere Arbeit und das laufende Geschäft kämen gut voran, hieß es. Zudem sei man bei neuen Ausschreibungen erfolgreich gewesen - zwei davon in Deutschland. Auch in Polen und Schweden seien Projekte abgeschlossen oder fortgesetzt worden, der Ausbau von Solarkraft-Vorhaben gehe ebenfalls weiter. Für 2020 hält das Management an der Prognose fest, beim Betriebsergebnis am Ende immerhin zwischen 5 und 10 Millionen Euro landen zu können.

Lesser wies darauf hin, dass die Lage für die Windkraftbranche grundsätzlich angespannt bleibe - auch unabhängig von Corona. Viele Entwickler und Betreiber bemängeln zu viel Bürokratie und langwierige Genehmigungen, außerdem klagen viele Anwohner gegen Windprojekte.

Abstand zur Wohnsiedlung

Besonders strittig war die Abstandsregel von einem Kilometer zwischen Wohnsiedlungen und neuen Anlagen an Land. "Erfreulich ist, dass die Bundesregierung über diese Probleme diskutiert und Änderungen in Aussicht gestellt hat", so Lesser. Auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) will den stockenden Ausbau der Windenergie ankurbeln. (dpa)

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