Die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Projektschulen in Italien, Norwegen, Portugal und der Türkei beim Projekttreffen am AAG zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Europa-AG. Foto: red
Austauschprogramm Erasmus+

Cuxhavener Austauschschüler: Corona trifft Erasmus+

30.06.2020

CUXHAVEN. Auch sämtliche Erasmus+-Aktivitäten (Austauschprogramm der EU) der Schulen in Cuxhaven wurden in diesem Halbjahr abrupt unterbrochen.

Dabei sollte der am 31. Januar gestartete Austausch zwischen dem Amandus-Abendroth-Gymnasium und der Partnerschule Liceo Artistico Modigliani in Padua, Italien, etwas ganz Besonderes werden. Denn Hannah Hinsch, Tjade Lübs und Benjamin Schoofs wollten gleich zwei beziehungsweise sogar sechs Monate bleiben.

"Aber bereits am 11. März mussten sie leider zurück reisen", schreibt Lehrerin Heike Keuser. "Das Corona-Virus hatte sich in der Region derart verbreitet, dass die Schule bereits seit dem 24. Februar geschlossen war."

Da sich die Lage in Norditalien drastisch verschlechterte, beschlossen Lehrer und Gastfamilien, dass die Verantwortung zu groß sei und der Langzeitaufenthalt der drei deutschen und zweier norwegischer Schülerinnen und Schülern abgebrochen werden müsste.

Gerade noch geschafft

Eine kurze Schrecksekunde entstand, als die Regierung kurz vor dem Rückflug die gesamte Region Padua und Venedig als "roten Zone" abriegelte. Glücklicherweise blieb der Flughafen Venedig vorerst geöffnet, allerdings wurden drei Flüge in kurzer Reihenfolge gestrichen. Am 11. März konnten die drei früh morgens einen Flug nach Hamburg nehmen. Die Schülerinnen und Schüler aus Norwegen und Deutschland hatten sich sehr gut in den Gastfamilien eingelebt, Freundschaften geknüpft und erste Eindrücke in die Kultur, den Alltag und die italienischen Schule mit dem Schwerpunktfach Kunst, das dort mit 15 Wochenstunden unterrichtet wird, gewonnen. Der Entschluss, wiederzukommen, steht.

Alle aktuellen Infos rund um die Entwicklung und Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Region rund um Cuxhaven lesen Sie hier.

Auch das für März geplante Treffen von sechs Acht- bis Zehntklässlern mit Projektpartnern aus Italien, Portugal, Norwegen, der Türkei und Deutschland wurde abgesagt. Alle arbeiten erst einmal auf der Onlineplatform "eTwinning" weiter an dem Projekt "No water no life, no water no peace". Die Bahnfahrt nach Italien konnte kostenlos storniert werden. Das dreijährige Erasmus+ Projekt zum Thema Wasser läuft seit September 2019, als sich Kolleginnen und Kollegen aller beteiligten Schulen trafen, um sich mit den Themen "Lebensraum Watt", "Klimawandel" und "virtuelles Wasser" zu beschäftigen.

Drei Jahre laufendes Projekt

Es handelt sich um eine Erweiterung des bereits unter gleichnamigen Titel mit Indien durchgeführten Projektes; ergänzt durch die Aspekte Wasser in der Kunst, Literatur und Musik, Wasser und Tourismus, Wasseraufbereitung, Energiegewinnung aus Wasser, Mikroplastik, Weltfrieden sowie Wirtschaft.

Das Projekt läuft über drei Jahre und beinhaltet sowohl Projekttreffen mit Schülerinnen und Schülern über eine Woche als auch Langzeitbesuche von Schülerinnen und Schülern über mindestens zwei Monate.

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