Die Kamera war dann erst einmal doch spannender als das Paket der Johanniter. Über den Inhalt freute sich der Junge aber sicherlich. Foto: Johanniter
Soziales

Cuxhavener Johanniter: Pakete in Ukraine eingetroffen

07.01.2019

CUXHAVEN. Wochenlang haben die Johanniter im Regionalverband Bremen-Verden mit ihren Ortsverbänden für die Aktion "Johanniter-Weihnachtstrucker" Pakete gesammelt. Auch der Cuxhavener Ortsverband engagierte sich. Insgesamt schickten die Ortsverbände aus Niedersachsen und Bremen 2500 Pakete auf die Reise in die Ukraine. Sie wurden direkt durch die Johanniter vor Ort in Schytomyr verteilt.

In der Vorweihnachtszeit hatten die Johanniter in Niedersachsen und Bremen Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute aufgerufen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben.

In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertags brachen die Helfer Richtung Ukraine auf. Mit zwei vollgepackten Lkw mit Anhängern und einem Begleitfahrzeug trafen sie wohlbehalten in der Stadt Schytomyr, 120 Kilometer westlich von Kiew, ein. Mit großer Freude wurden sie erwartet.

"Wir haben sehr viel Unterstützung erhalten. Das ist einfach toll", sagt der Landesverbands-Projektleiter Jan Klaassen aus Bremen. Besonders freut es Klaassen, dass die Johanniter-Kollegen die Hilfsgüter mit einem eigenen Lkw-Konvoi direkt ins Zielgebiet gebracht und dort persönlich verteilt haben.

"Wir haben die Weihnachtspakete in der Einrichtung ‘Mission Ukraine' verteilt. Diese engagiert sich für behinderte Kinder und deren Mütter. Ein besonderer Moment, da diese Hilfe und Unterstützung hier dringend benötigt wird", erklärt Michele Sciacca, Konvoi-Leiter des Johanniter-Weihnachtstruckers: "Wir wissen jetzt, dass es sich gelohnt hat, diese Mühen und Strapazen der langen Fahrt auf uns zu nehmen. Ein wirklich beeindruckender Moment, der uns alle sehr berührt." Die Fahrt ging dann noch weiter in die zentralukrainische Stadt Poltawa, in der Nähe von Charkow.

Landesvorstand Hannes Wendler würdigt die Arbeit der vielen Helfer im Hintergrund. "Ein großer Dank geht an alle Paketpacker in Niedersachsen und Bremen und auch an alle Spender, die sich finanziell eingebracht haben", betont er. "Besonders möchte ich allerdings unseren Weihnachtstruckern danken, die sich an Weihnachten auf den langen Weg in die Ukraine aufgemacht haben."

Im Internet berichten die Johanniter regelmäßig von der Reise. Interessierte können bei Facebook und auf der Internetseite Berichte, Fotos und Filme anschauen. "So können unsere Spenderinnen und Spender verfolgen, wo die Pakete angekommen sind. Und vielleicht ein bisschen erkennen, wie groß die Freude vor Ort war", ergänzt Klaassen.

Der Johanniter-Weihnachtstrucker ist ein soziales Engagement. Während der Sammelaktion packen Tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit Hilfspakete für Bedürftige in Südosteuropa. Sie enthalten dringend benötigte Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und ein kleines Kinderspielzeug.

Das erste Mal gestartet sind die Johanniter-Weihnachtstrucker vor 25 Jahren mit etwa 3000 Paketen in Bayern. Inzwischen sind fast alle Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe in die Aktion involviert. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen war 2018 zum zweiten Mal dabei. In diesem Jahr sind bundesweit 56 172 Pakete gesammelt und mit insgesamt 44 Sattelschleppern nach Südosteuropa gebracht worden.

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