Leasing von E-Bikes

Cuxhavener Malergeselle fährt Dienstrad

17.02.2016

CUXHAVEN. Ein Cuxhavener Malergeselle fährt eine E-Bike als Dienstrad. Sein Chef hat das 3000 Euro teure Velo geleast und stellt es ihm für 30 Euro im Monat zur Verfügung Beide sind happy mit dem Deal. Von Thomas Sassen

 Michael Schriever ist seit ein paar Tagen richtig gut zu Wege – im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem er mit seinem alten Mountainbike mit gebrochenem Hinterrad liegen geblieben war, verhalf ihm sein Chef zu seinem Traumrad, einem E-Bike der gehobenen Klasse im Wert von rund 3000 Euro. Ein Spitzenvelo, dass er sich als Malergeselle kaum hätte leisten können. E-Bike-Leasing mit Ratenzahlung machte den Aufstieg in die Fahrrad-Luxusklasse für den 45-Jährigen möglich.

Der Malergeselle aus Altenbruch-Westerende ist ein echter Alltagsradler. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ist er unterwegs, denn einen Führerschein besitzt Schriever nicht. Seinen Chef Jens Husfeldt, selbst begeisterter Radler, beeindruckte das, weil Schriever zu den zuverlässigen Mitarbeitern zählt, auf die er sich verlassen kann und die jeden Morgen um 6 Uhr pünktlich zum Dienstbeginn in der Firma sind.

Anerkennung für Zuverlässigkeit und gute Arbeit

Als Anerkennung dafür bot Husfeldt seine Hilfe beim Kauf eines neuen Fahrrades an. „Eigentlich wollte ich Herrn Schriever ein günstiges Rad spendieren“, sagt der Malermeister. Sein Fahrradhändler Thorsten Larschow kam mit einer anderen Idee: Der Arbeitgeber kann ein hochwertiges E-Bike über einen Zeitraum von beispielsweise drei Jahren leasen – zum Vorteil von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn die Einsparungen gegenüber dem Barpreis können bis zu 40 Prozent ausmachen. Das Ganze funktioniert wie beim Auto-Leasing. Das Unternehmen spart beim Kauf 19 Prozent Mehrwertsteuer und behält beispielsweise monatlich 100 Euro vom Lohn ein. Dadurch sinken Lohnsteuer und Sozialabgaben. Das spare zusätzlich rund zehn Prozent auf den Barpreis des Fahrrades. „Am Ende kann das bis zu 40 Prozent ausmachen“, hat Larschow ausgerechnet, der seit September bereits rund 40 Fahrräder auf diese Weise verkauft hat. Das Leasing steht allen anderen Fahrradhändlern ebenfalls offen, vorausgesetzt, sie lassen sich auf die Mehrarbeit ein, die das Ausfüllen der Leasing-Verträge mit sich bringt.

Nach drei Jahren gehört das Rad dem Angestellten

Für den Malergesellen kam das Angebot genau zum richtigen Zeitpunkt. Er zahlt seinen Zweiradflitzer mit dem Boschmotor in den kommenden drei Jahren mit monatlich 30 Euro bei seinem Chef ab. Danach gehört er ihm. Sogar gegen Diebstahl und Schäden ist das Rad per Vertrag versichert. Trotzdem hütet Schriever das Edel-Bike, für das er gleich drei starke Schlösser mitgeliefert bekommen hat, wie seinen Augapfel. Und die Firma bietet einen geschützten Fahrradstand.

Auf den kommenden Sommer freut sich der Handwerker schon. Dann will er auch mal weiter als nur in die Stadt fahren.

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