Nun hängen die Cuxhavener Thesen für ein gutes Miteinander an der Rathaustür. Neuer Oberbürgermeister Uwe Santjer freute sich über das zahlreiche Erscheinen der Bürger. Foto: Tiedemann
Stadtgeschehen

Cuxhavener Thesen hängen nun am Rathaus

von Jara Tiedemann | 01.11.2019

CUXHAVEN. Am Reformationstag wurden die Cuxhavener Thesen für ein gutes Miteinander an die Rathaustür genagelt. Bürger kamen eng zusammen.  

Es sind Worte wie Wertschätzung, Freundlichkeit und Zusammenhalt, die sich in den elf Cuxhavener Thesen, die seit gestern an der Rathaustür hängen, wiederfinden. Von dort aus sollen sie nun von den Bürgern weitergetragen werden und in der ganzen Stadt für ein gutes Zusammenleben sorgen.

Entstanden waren die Thesen nach einer Idee des neuen Oberbürgermeisters Uwe Santjer. Bürgerinnen und Bürger konnten Vorschläge abgeben, der kommunale Präventionsrat hatte diese schließlich formuliert. Nun hängen sie am Rathaus. Gut leserlich für jeden.

"Wenn wir weiterhin zusammen leben wollen, müssen wir uns auf einige wesentliche Dinge verständigen", ist Santjer überzeugt. "Wir müssen gut miteinander umgehen, besser aufeinander aufpassen und lernen, Frust und Aggressionen nicht an anderen auszulassen."

Über hundert Cuxhavener Bürger, die sich zum Anschlag der Thesen am Reformationstag um das Rathaus versammelt hatten, stimmten dem mit Applaus zu. Elf Vertreter aus Stadt, Behörden, Vereinen und Institutionen verlasen anschließend die Thesen:

1. Wir heißen alle willkommen. 2. Wir behandeln andere so, wie wir auch behandelt werden möchten. 3. Wir fördern und pflegen den Zusammenhalt. 4. Kleine Gesten zeigen große Wirkung. 5. Wir schauen hin, wenn jemand Hilfe braucht. 6. Wenn ich Hilfe brauche, finde ich Gehör. 7. Wir begegnen unserem Gegenüber wertschätzend. 8. Wir grenzen niemanden aus. 9. Wir begegnen unseren Mitmenschen offen und ohne Vorurteile. 10. Wir hören einander zu. 11. Wir sind freundlich miteinander.

Manch einer mag nun denken, dass diese Thesen doch selbstverständlich seien. "Doch das sind sie leider nicht. Also, lasst uns Selbstverständlichkeit leben", appellierte Santjer eindringlich an die Bürger. Sein Wunsch: Dass die Thesen, die es auch in Stickerform gibt, sich auch in Geschäften, beim Frisör oder am Auto wiederfinden.

Zum Anschlag der Thesen stimmte Charlotte Pörschke vom Jugendbeirat noch das Lied "Imagine" von John Lennon an, in dem es passenderweise um das friedvolle Zusammenleben geht.

Die Cuxhavener rückten dazu eng zusammen, fassten sich bei den Händen und setzten damit ein Zeichen dafür, dass sie und sicherlich auch viele andere Bürger bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen, Cuxhaven noch mehr zu einer Stadt zu machen, in der die Menschen nicht gegeneinander, sondern miteinander leben.

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Jara Tiedemann

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

jtiedemann@no-spamcuxonline.de

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