Zusätzlicher Antrieb

Das E-Bike: Sportgerät, Lastesel und Autoersatz

05.07.2017

CUXHAVEN/OTTERNDORF. Dicke Wäschepakete und ein ganzes Sammelsurium an Reinigungsmitteln und Putz-Utensilien nimmt der Lastesel mühelos auf. (fw)

Und weil er mit einem E-Motor ausgestattet ist, muss sich die Fahrerin beim Tritt in die Pedale gar nicht groß abstrampeln – auch nicht bei voller Beladung. Die Cuxhavener Firma Hamer, die Ferienwohnungen in mehreren Stadtteilen vermietet, hat ein Lastenfahrrad für Raumpflegekräfte angeschafft. „Damit sind unsere Mitarbeiterinnen schneller am Einsatzort, und es gibt keine Parkprobleme“, sagt Mitarbeiter Collin Rettmer. Außerdem seien mit dem Lastenfahrrad auch diejenigen Kolleginnen mobil, die keinen Autoführerschein haben.

Das Beispiel Hamer zeigt, welche Möglichkeiten das E-Bike bietet. In Cuxhaven gibt es inzwischen auch den ein oder anderen Handwerksbetrieb, der für seine Mitarbeiter ein Lastenrad einsetzt. Damit kommen die Fahrer insbesondere in engeren Straßen besser klar als mit einem vierrädrigen Tansportfahrzeug. Der Cuxhavener Radhändler Thorsten Larschow (Rad & Tour) berichtet, dass inzwischen gut die Hälfte der verkauften Neuräder mit E-Motoren ausgestattet sei. Sein Otterndorfer Berufskollege Ingo Rohr (Velo im Dorf) erklärt. „der Verkauf von E-Bikes legt immer mehr zu.“

Nach Expertenmeinung sorgen E-Bikes dafür, dass mehr Menschen auf die Idee kommen, häufiger Rad zu fahren. Dabei ist das E-Bike-Fahren – trotz Unterstützung durch den Motor – durchaus sportlich. Denn man sitzt länger im Sattel, legt weitere Strecken zurück – und das relativ entspannt bei gleichmäßiger Belastung. Wer nicht gerade für einen Rennradwettbewerb trainiert und in erster Linie gesunde Bewegung an der frischen Luft im Sinn hat, der ist mit einem E-Bike sicher gut beraten.

Die mit Hilfsmotoren versehenen Drahtesel sind keineswegs nur Vehikel für Senioren, die mithalten wollen. Sowohl Thorsten Larschow als auch Ingo Rohr berichten davon, dass immer mehr junge Leute das E-Bike für sich entdecken. Für manche ist es auf dem Berufsweg inzwischen eine Alternative zum Auto.

Ganz sicher wird das E-Bike den Radverkehr verändern. Mehr Zweiräder werden auf Dauer unterwegs sein. Und diese sind dank des Unterstützungsmotors auch schneller unterwegs. Das heißt, es wird enger auf den Radwegen und hier wird auch häufiger überholt. Dass damit das Konfliktpotenzial größer wird, liegt auf der Hand. Ein Thema, mit dem sich künftig die Stadt- und Verkehrsplanerstärker auseinandersetzen müssen.

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