Den Bienen auf die Sprünge helfen

05.07.2018

Das Wingster Eh-da-Projekt trägt Früchte. Dazu ein Kommentar von Wiebke Kramp.

Summ, summ, summ wird immer leiser. Die Ergebnisse erschrecken. Angesichts der wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass es seit 1989 einen Verlust von mehr als 75 Prozent an Biomasse bei Fluginsekten gab, muss man noch nicht einmal aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das Insektensterben geht dramatisch weiter mit negativen Folgen für das gesamte Ökosystem. Direkt wirkt es sich selbst auf die Sicherung der Ernährung aus. Zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen.

Während nun auch schon die Bundesregierung ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ festgeschrieben hat, ist die Wingster Truppe um Kurt Fuchs viel weiter und längst dabei, das Thema mit handfesten Taten zu erfüllen. Ihr „Eh-da“-Projekt ist eine Erfolgsgeschichte – und im Grunde genommen so einfach. Sie richten unbenötigte Flächen am Wegesrand für Wildbienen oder Schmetterlinge her. Das ist hübsch, weniger pflegeintensiv und schnell höchst effektiv. In Wildblumenwiesen wimmelt es nur so von kleinen Flügelwesen. Jede Kommune müsste derartig tätig werden und sich die Wingst als gutes Beispiel nehmen. Genügend Eh-da-Flächen, die ökologisch aufgewertet und zum Lebensraum werden, sind schließlich überall reichlich vorhanden. Aber auch jeder Gartenbesitzer sollte darauf achten, insektenfreundlicher zu gärtnern. Das hilft nicht nur der Biene auf die Sprünge, sondern ist wichtiger Baustein für Biodiversität. Es kann doch keiner wollen, dass Vögel keine Nahrung mehr finden, ihre Lieder im Frühling und Sommer verstummen – und Stille das Gezwitscher und Gesumme ersetzt.

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