"Der Eismann" kommt nach Cuxhaven

27.10.2003

Film von Günther Ennulat und Glaziologe Sepp Kipstuhl über Eiskernforschung in der Antarktis

tas. - Freunden maritimer Filme ist Günther Ennulat längst ein Begriff. Seit vielen Jahren verbindet der Sahlenburger seinen Beruf als Besatzungsmitglied auf Forschungs-, Bergungs- und den Fischereischutzbooten mit seiner größten Leidenschaft, dem Filmen.

Wenn spektakuläre Bergungen, abenteuerliche Forschungsreisen oder auch nur ein Trip mit

dem Seebäderschiff "Wappen von Hamburg" nach Helgoland anstehen, ist Ennulat oft mit seiner Kamera dabei und sammelt authentisches Material, an das Profi-Filmemacher meist nicht heran kommen. Dabei hat er als gestandener Seemann den Blick für die wichtigen Details.

So auch bei Ennulats neuestem Film, "Der Eismann", der am morgigen Dienstag, 28. Oktober, in der Aula der Realschule in Cuxhaven uraufgeführt wird. Ehrengast der in der Reihe Forum Maritim des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte stattfindenden Veranstaltung ist Sepp Kipstuhl, Glaziologe am Alfred Wegener-Institut in Bremerhaven, den seine Freunde wegen mehrmaliger Überwinterungen in der Antarktis auch den "Eismann" nennen.

Film und Vortrag versprechen Informationen aus erster Hand über die spektakulären Forschungsarbeiten im Inlandeis der Antarktis, die nach Meinung der Experten kurz vor dem Durchbruch stehen. Deutsche Wissenschaftler des Alfred-Wegener Instituts, darunter Sepp Kipstuhl, nahmen im vergangenen Südsommer an einem groß angelegten Forschungsprojekt im antarktischen Inlandeises im Rahmen des europäischen EPICA-Projekts teil. Ziel des aufwendigen Unternehmens, an dem sich zehn europäische Nationen beteiligen, ist es, aus dem rund 3000 Meter dicken Inlandeises der Antarktis das Geheimnis der globalen Klimaveränderungen der vergangenen rund 400000 Jahre zu entschlüsseln.

Wie bei den Jahresringen eines Baumes geben die Strukturen der aus dem Eis gebohrten Kerne Aufschluss über die jeweiligen klimatischen Verhältnisse zum Beispiel zur der Zeit, als noch Dinosaurier auf der Erde lebten.

Günther Ennulat und sein Freund Sepp Kipstuhl wollen mit ihrem Filmvortrag die Cuxhavener für die spannenden Forschungen und die einzigartige Lebensumwelt Antarktis begeistern. Der Vortrag wendet sich auch an interessierte Schüler und beginnt deshalb ausnahmsweise bereits um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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