BAUEN UND WOHNEN

Der Garten im Mai - jetzt ist die Zeit, die Terrasse in Form zu bringen

13.06.2020

Laue Abende auf der eigenen Terrasse, Grillen mit Freunden und Familie: Das verbinden wir mit Sommer, Urlaub und Entspannung. Damit es so richtig hyggelig wird und ein Gefühl von Gemütlichkeit aufkommt, reicht es in der Regel nicht, ein paar Waschbetonplatten auf dem Erdreich zu verteilen und ein paar Stühle aufzustellen.

Es fängt schon bei der Ausrichtung der Terrasse an. Wenn ihr neu baut, solltet ihr das Grundstück erst einmal zu den verschiedenen Uhrzeiten, vielleicht sogar zu den verschiedenen Jahreszeiten beobachten und kennenlernen. Merkt euch die Stellen, wo ihr für die wohlverdienten Pausen in der Bauphase den Klappstuhl aufstellt. Denn natürlich möchte man solange wie möglich auf der Sonnenseite des Lebens seine Freizeit verbringen. Allerdings solltet ihr auch bedenken, dass ein kühler Schattenplatz in einem heißen Sommer äußerst attraktiv sein kann. 

Auch für bereits in die Jahre gekommene Gartenanlagen mit ausgewachsenen Bäumen und Sträuchern gilt es, erstmal zu prüfen und zu erkunden. Beim Hauskauf wird oftmals viel zu voreilig Tabula rasa gemacht, dabei hat ein "alter Garten" oftmals viel Charme. Wenn dann die Terrasse durch zu groß gewordene Bäume zu schattig liegt, kann man sich immer noch überlegen, ob man den Schattenplatz als glückliche Fügung annimmt und einen zusätzlichen Sitzplatz in sonniger Lage errichtet oder ob man Bäume einkürzen oder auslichten kann. Das Roden von Bäumen sollte als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. 

Der Terrassenbelag 

Von Steinplatten über Hartholz bis hin zu Kunstbelägen ist alles möglich. Ob einheitlich oder in Kombination. Hier ist unter Umständen Beratung durch den Fachmann gefragt, denn nicht nur Optik, Preis und Haltbarkeit sollten als Entscheidungshilfe dienen, sondern auch die Sicherheit. Holz beispielsweise ist schön anzusehen und erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung nicht so sehr wie Stein, wird aber unter Umständen recht rutschig, wenn es nicht durch eine Überdachung vor Regen geschützt wird. 

Wunschzettel

Soll die Terrasse überdacht werden, besteht der Wunsch einer Beschattung? Wie wäre es mit einer Outdoorküche, integrierten Wärmequellen/Heizstrahlern, benötigt man einen Außenwasseranschluss, muss eine Drainage mit eingeplant werden, welche Eigenschaften soll die Lichtquelle mitbringen, wo werden Steckdosen benötigt (denkt hier auch an die Lichterketten für die Weihnachtszeit)? All das sollte vorab geklärt werden. Es lohnt sich, dass man seine Wünsche vorher zu Papier bringt. Auch bei dem Bau einer Terrasse kommen einige Kosten zusammen. Vielleicht kann man manche Arbeiten selber durchführen? Was lässt sich vielleicht später nachrüsten? Welche Vorarbeiten können schon mitgemacht werden, um unnötige Mehrarbeit später zu vermeiden? 

Nun fängt der Spaß an… 

Steht die Terrasse, geht es weiter mit der Einrichtung. Insgesamt sollte ein harmonischer Gesamteindruck entstehen. Die Terrasse ist ja praktisch die Verbindung zwischen Haus und Garten. Wenn das Haus also sehr modern gehalten ist, sollte sich das in Terrasse und Gartenanlage widerspiegeln. Beginnen wir mit dem Mobiliar: Kunststoff, Rattan, Stahl oder lieber Holz, klappbare Stühle oder lieber aus einem Stück? Vielleicht auch ein Outdoorsofa oder gleich eine Loungegarnitur? All das ist natürlich auch ein wenig davon abhängig, wie die Terrasse gestaltet ist. Berücksichtigt werden sollte hier, ob die Möbel trocken und geschützt stehen oder ob sie Wind und Wetter ausgesetzt sind. 

Nicht zu vergessen ist auch ein dekorativer Sichtschutz. Auch wenn man eine gute Nachbarschaft hat, ist Privatsphäre nicht zu unterschätzen. Keineswegs muss man sich dafür komplett verbarrikadieren. Manchmal reichen schon einige Sträucher oder Zaunelemente, die von rankenden Pflanzen erobert werden. Bedenkt dabei die Windanfälligkeit. 

Ist die Fläche der Terrasse groß genug, sollen eventuell auch Kübelpflanzen einziehen. Das Angebot von Töpfen und Pflanzen ist groß und die Anschaffung in dieser Phase sehr verlockend. Auch hier sind einige Überlegungen ratsam. Teure Terrakotta ist in der Regel frostfester und ideal, wenn man sie zum Beispiel mit winterfesten Gräsern, Buchsbaum oder anderen Pflanzen bepflanzen möchte. 

Wenn ihr eine mediterrane Bepflanzung wünscht, müssen die meisten Pflanzen im Winter frostfrei, aber kühl (0-10 Grad) überwintert werden. Da spielt die Frostfestigkeit der Kübel also keine Rolle. Allerdings ist das mit deutlich mehr Aufwand verbunden, körperlich und zeitlich und man muss sich vorab überlegen, ob man das räumlich umsetzen kann oder gar ein Unternehmen für die Überwinterung in Anspruch nehmen muss. Dann entstehen wieder Kosten. Ansonsten bietet der Handel neben Holzkübeln auch sehr schöne Pflanzgefäße aus Fieberglas/Fieberton an. Auch hier gibt es Unterschiede. In jedem Fall sind sie leicht und sollten frost- und wetterbeständig sein. 

Auch wenn am Anfang viele Überlegungen angestellt werden müssen, etliche Pläne wieder über Bord geworfen werden und das Projekt Terrasse vielleicht mehr Zeit in Anspruch nimmt, als ihr erwartet habt: Jeder Abschnitt ist ein Schritt ins eigene kleine Paradies. Ich wünsche euch viele gute Ideen und ganz viel Spaß bei der Gestaltung! Bis bald, eure Steffanie ❤

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