Mannschaftsweltmeisterin Amelie zum Felde mit ihrem Hannoveraner "Cool Daddy". Foto: Joppien
Zucht

Diese junge Züchterin aus Hechthausen ist Weltmeisterin

04.08.2019

HECHTHAUSEN. Amelie zum Felde aus Hechthausen holt mit ihrem Team der Pferdezüchter Mannschafts-Gold in Österreich.

Amelie zum Felde aus Hechthausen-Kleinwörden ist frisch gebackene Mannschaftsweltmeisterin: Bei den Jungzüchter-Wettbewerben der Pferdezuchtverbände in Stadl-Paura in Österreich gewann sie kürzlich mit ihrem Team die Goldmedaille.

Die 17-Jährige stand zusammen mit drei Mannschaftskolleginnen aus der Juniorklasse auf dem Siegerpodest und holte den Pokal, der jetzt beim Hannoveraner Verband in Verden aufbewahrt wird. Insgesamt 150 Jugendliche und junge Erwachsene aus neun Nationen waren bei den Weltmeisterschaften der Jungzüchter im Pferdezentrum Stadl-Paura an den Start gegangen, die von den "International Young Breeders" unter der Schirmherrschaft der World Breeding Federation for Sport Horses (WBSFH) alle zwei Jahre ausgetragen werden.

Neben dem Hannoveraner-Team waren noch Mitglieder des holländischen Zuchtverbands KWPN mit dabei, die USA und Irland hatten Jungzüchter geschickt, ebenso das "Danish Warmblood" wie auch das "Swedish Warmblood". Zudem waren weitere deutsche Mannschaften gemeldet; sie kamen vom Holsteiner Verband, aus Rheinland-Pfalz-Saar oder vom Trakehner-Verband.

Für Amelie zum Felde, die als Mitglied im Reitverein Hechthausen-Basbeck auch als Springreiterin aktiv ist, bedeutet der WM-Titel die Krönung ihrer Jungzüchter-Karriere. Und die begann sie im Alter von ungefähr acht Jahren in einer Jungzüchter-Gruppe in Bornberg, die damals von Oda Lade trainiert wurde, erzählt sie. Dabei sei es nicht ums Reiten, sondern um den Umgang mit dem Pferd gegangen, um Fütterung, Haltung, Aufzucht, sowie Pflege und die Vorstellung der Vierbeiner.

Landesmeisterin im Jahr 2014

All das wurde eingeübt in Vorbereitung auf regionale Jungzüchterwettbewerbe. Jahrelang war Amelie zum Felde mit dabei, wurde 2014 sogar Landesmeisterin - das aber bei einem Wettbewerb, den nicht die Großpferdezüchter, sondern der Pony- und Kleinpferdezuchtverband Stade in Adelheidsdorf veranstaltet hat.

In den Kader der Hannoveraner-Jungzüchter war die Hechthausenerin schon 2018 aufgenommen worden. Damals fuhr sie als Ersatzstarterin mit zu den Deutschen Meisterschaften nach Graditz bei Leipzig. Ebenfalls als Reserve war sie in diesem Juni zur DM nach Schwaiganger in Bayern gereist, um wenige Wochen später erstmals als reguläres Teammitglied bei der WM zu starten.

Das aber bedeutete erhöhte Anforderungen. Beispielsweise war die "Amtssprache" Englisch, auch Theoriefragen wurden nicht auf deutsch gestellt, berichtet die Schülerin des Stader Wirtschaftsgymnasiums. Weitere Teilprüfungen waren das Beurteilen des Exterieurs eines vorgestellten Pferdes, das Beurteilen beim Freispringen und natürlich die Königsdisziplin: das Vormustern auf der Dreiecksbahn. Das aber gelang Amelie zum Felde, Seriensiegerin bei Vormustern-Prüfungen auf dem Wingster Dobrock-Turnier, erwartungsgemäß sehr gut. Die Freude über den Titelgewinn ist nicht nur zu Hause in Kleinwörden groß, wo die Jugendliche zusammen mit drei Geschwistern und ihren Eltern Silke und Rudolf zum Felde auf einem Obsthof lebt. Auch der Reitverein Hechthausen-Basbeck zeigte sich glücklich darüber und ehrte sein verdienstvolles Vereinsmitglied während des Turniers am vergangenen Wochenende. Auf ihrem Weltmeistertitel will sich die Kleinwördenerin nicht ausruhen: Noch im August steht die Landesmeisterschaft der Jungzüchter in Verden an, wo sie mit ihrem braunen Hannoveraner "Cool Daddy" starten wird.

Von Gaby Joppien

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