Diese Schule ist ein wunderbares Zusatzangebot

13.08.2018

Die Freie Schule Oberndorf ist mit 50 Kindern gestartet. Dazu ein Kommentar von Wiebke Kramp.

Das ist so spannend wie ein Chemie-Experiment bei dem es raucht, pufft und knallt. Jetzt ist die private Freie Schule Oberndorf also am Start. Sie verspricht eine ganz neue Form des Lernens. Individuellen Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler möchte diese private Grund- und Oberschule begegnen und auf Lernwünsche direkter eingehen. Beispiel: In einer Schulversammlung haben alle – ob groß oder klein – eine Stimme und geben sich eigene Regeln.

Mir sind Ängste aus umliegenden Schulen bekannt, dass ihnen diese Schule Schüler wegnimmt. Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Vielmehr sehe ich diese Freie Schule in Oberndorf als Zusatzangebot. Eltern und Kinder erhalten damit eine echte Wahlmöglichkeit. Denn nicht jedes Kind (beziehungsweise auch deren Mutter oder Vater) sind mit dem etablierten Schulsystem kompatibel. Solch eine Ergänzung mit alternativer Pädagogik kann doch Spannungslagen glätten und nervige Reibungsverluste auf allen Seiten deutlich mindern. Gerade Kindern, die aufgrund ihrer Persönlichkeit nicht stromlinienförmig durch die Schule gleiten, könnte eine derartige Schule bessere Chancen eröffnen und ihr Lernleben erleichtern.

Das Einzugsgebiet von Armstorf bis Cuxhaven zeigt, dass es Bedarf gibt. Schon vor dem Start hat diese Schule deutlich Ausstrahlung bewiesen. Eltern sind extra ihretwegen in diese Region gezogen. Sie stabilisieren damit nicht nur die Einwohnerzahlen, sondern bringen zusätzlichen Schwung in unsere Gesellschaft. Neue Leute, die ein neues Schulsystem wagen, haben nicht selten andere Lebensmodelle im Gepäck. Auch das kann spannend sein und für Impulse sorgen. Daumen hoch, dass dieses Experiment gelingt – und alles bunt und gut wird.

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