Bei einer dramatischen Tierrettung im Kreis Cuxhaven konnte ein Pferd am Dienstag gerettet werden, ein weiteres Pferd verendete jedoch. Foto: Lange
Balksee

Dramatische Tierrettung im Kreis Cuxhaven: Pferd verendet in Moorgebiet

04.11.2020

KREIS CUXHAVEN. Trotz zahlreicher Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Wingst ist am Dienstag ein Pferd im Moorgebiet am Balksee (Kreis Cuxhaven) verendet. Ein zweites Pferd konnte gerettet werden.

Den Besitzern fiel am Dienstagnachmittag auf, dass zwei ihrer Pferde auf der Weide in der Kanalstraße in der Wingst fehlten. Umgehend leiteten die Besitzer daher eine großangelegte Suchaktion ein, die sich auf den Bereich zwischen Kanalstraße, Wasserwerksstraße und Balksee konzentrierte.  

Tierrettung im Kreis Cuxhaven

Nach längerer Suche fanden sie eines der Pferde im feuchten Moorgebiet am Balksee. Wenig später entdeckten sie auch das zweite Tier, das sich ebenfalls im Moor am Balksee aufhielt. Während das eine Pferd sich noch frei bewegen konnte, war das zweite Tier bis zum Bauch eingesunken. 

 Komplette

Feuerwehr Wingst im Einsatz

Da es für die Rettung Unterstützung bedurfte, wurde die komplette Freiwillige Feuerwehr Wingst gegen 16.40 Uhr alarmiert. 33 Einsatzkräfte eilten zum Einsatzort. Für die Feuerwehrleute war ein längerer Fußmarsch durch die moorigen Wiesen notwendig, um zum Einsatzort zu gelangen. Hierfür musste sie aus Leitern und Holzbohlen eine improvisierte Brücke über einen breiten Graben gebaut werden.

Ein Pferd am Balksee gerettet

Zudem brachte ein Landwirt mit einem Trecker große Heuballen zum Standort des frei stehenden Pferdes. Die Einsatzkräfte legten das Heu in einem tieferen Graben aus und brachten das Pferd zusammen mit seinen Besitzern wenig später in den warmen Stall zurück. 

Tier in Moorgebiet eingesackt

Als deutlich komplizierter stellte sich die Rettung des zweiten Pferdes heraus: Auf dem moorigen Untergrund konnte kein Fahrzeug zu dem Tier fahren. Daher mussten die Einsatzkräfte zu Fuß zu dem Pferd gelangen. Dabei sackten die Helfer teilweise bis zum Knie in dem Moor ein. 

Tierarzt kann nicht mehr helfen

Ein Tierarzt aus der Wingst wurde ebenfalls zur Einsatzstelle gerufen. Nachdem die Feuerwehr nach einiger Zeit das Tier aus dem Wasser holen konnte, übernahm der Tierarzt die Betreuung und Behandlung des geschwächten Tieres, doch die Hilfe kam zu spät: Das Tier verendete leider noch an der Einsatzstelle. Nach zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder von der Einsatzstelle abrücken. (jl)

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