Ausdauersportler der Extraklasse

Drei Triathleten aus dem Kreis Cuxhaven bezwingen "Ironman"

von Redaktion | 03.08.2022

KREIS CUXHAVEN. Die Otterndorfer Skroland Bullwinkel und Jan Petschulat gingen im Hamburg an den Start, Martin Ernst in Frankfurt.

Rund 3000 "Eisenmänner und Eisenfrauen" gingen beim "Ironman" in Hamburg an den Start. Mit dabei, die europäische Elite und etwa 2900 Amateure aus 82 Nationen - unter ihnen die beiden Cuxländer Skroland Bullwinkel und Jan Petschulat. Auch Triathlet Martin Ernst bezwang den "Ironman". Allerdings ging er nicht in Hamburg an den Start, sondern in Frankfurt.

Der 51-jährige Hemmoorer Martin Ernst hat eine gesundheitliche Leidensgeschichte hinter sich. Denn vor vier Jahren wurde bei ihm ein tennisballgroßer Tumor im Kopf festgestellt, den die Mediziner heute im Griff haben. Vielleicht hat der Hemmoorer auch gerade deshalb besonders viel Ehrgeiz, Ziele die er sich setzt, zu erreichen. Im vergangenen Jahr erklärte er noch, dass er sich für den "Ironman" auf Hawaii qualifizieren möchte. Davor stand allerdings noch der "Ironman" in Frankfurt auf dem Programm.Seiner Vorbereitung schlossen sich zwei Neulinge aus Otterndorf an: Skroland Bullwinkel und Jan Petschulat.

Spontane Idee mitzumachen

Während sich Martin Ernst im vergangenen Herbst schon in der Planungs- und Vorbereitungsphase befand, kam auch den beiden Otterndorfer den Idee bei einer "Ironman"-Veranstaltung mitzumachen. Ein Trainingsplan musste her - und wenn möglich, eine Trainerin. Da alle drei Athleten schon längere Zeit mit Andrea Strunck vom TSV Otterndorf trainierten, war sie sie die erste Anlaufstelle. Trainingspläne schreiben, das war für die Trainerin kein Problem. Allerdings plante sie bisher für Athleten nur bis zur Mitteldistanz. Eine Langdistanz war eine große Herausforderung.

Radtraining auf der Rolle im Wohnzimmer

Nach den ersten Leistungs-Tests ging es zu Beginn des Jahres ins Training. Das Schwimmtraining fand regelmäßiges im Hallenbad statt, das Lauftraining konnte bis auf wenige Ausnahmetage, ebenfalls gut umgesetzt werden. Problematisch war hingegen das Radtraining. Hier musste jeder für sich die stundenlangen Trainingseinheiten im Wohnzimmer auf der Rolle absolvieren. Nasskaltes Wetter und der ständig stark wehende Wind ließen keine Außenradfahrt zu. "Bekanntermaßen sind die ersten Monate des Jahres kalt, nass und dunkel. Es gehört schon eine große Portion Motivation dazu, um sich freiwillig so zu quälen", erklärt Andrea Strunck.

Bis zu 19 Stunden pro Woche trainiert

Während dieser Zeit hat sich das Dreiergespann untereinander sehr gut unterstützt. Einmal im Monat traf sich das gesamte Team zum gemeinsamen Athletik-Training in der Turnhalle. Hier wurde weiterhin an der Technik gefeilt, sowie Krafteinheiten und propriozeptorisches Training durchgeführt. Zu Höchstzeiten kamen so - neben dem Job und der Familie - pro Woche bis zu 19 Stunden Trainingszeit zusammen. Eine weitere Meisterleistung, die sich am Ende jedoch gelohnt hat. Denn beim "Ironman" in Hamburg haben die beiden Otterndorfer Skroland Bullwinkel und Jan Petschulat über die Langdistanz 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen bewiesen, dass sich ihr monatelanges Training gelohnt hat. Jan Petschulat kam mit einer Zeit von 10:39,22 Stunden. ins Ziel, Skroland Bullwinkel folgte nach 12:00,14 Stunden.

Erschöpft, aber überglücklich

Martin Ernst, der beim Frankfurter "Ironman" an den Start ging, lief erschöpft, aber überglücklich in einer Zeit von 10:56,25 Stunden über die Ziellinie. "You are an Ironman, Martin" ("Du bist ein "Eisenmann") ertönte es aus den Lautsprechern.

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