Die Döser Speeldeel - hier mit dem Stück "Dree Herrn" - gilt als eine der bekanntesten Kultur-Einrichtungen in Cuxhaven. Archivfoto: Potschka
Digitales Treffen

Durch Corona in Not: Kulturschaffende und Landkreis Cuxhaven im Austausch

13.05.2021

KREIS CUXHAVEN. Im Kreis Cuxhaven hat ein digitaler Austausch über den Unterstützungsbedarf und -möglichkeiten im Kulturbereich stattgefunden.

Auf Initiative des Kreistagsabgeordneten Uwe Dubbert und in Abstimmung mit dem Kreiskulturausschussvorsitzenden Hans-Volker Feldmann haben sich Kulturschaffende getroffen, um mit Vertretern des Kulturausschusses des Kreistages und der Kreisverwaltung ihre aktuelle Situation in den Blick zu nehmen. Im Zentrum der Videokonferenz stand der Austausch darüber, welche Unterstützungsbedarfe und -möglichkeiten es im Kulturbereich gibt und welche kulturellen Aktivitäten die Pandemie zulässt.

Besonders von Pandemie betroffen

Der Erste Kreisrat Friedhelm Ottens legte dar, dass der Kulturbereich zu den besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Bereichen gehört. Uwe Dubbert machte das Ziel seiner Initiative deutlich: "Die Vielfalt im Kulturbereich im Landkreis muss auch nach der Pandemie fortbestehen, damit uns die Kultur nicht abhandenkommt."

Es war ersichtlich, dass die verschiedenen Bereiche mit vielfältigen Problemen zu kämpfen haben. Neben individuellen Anliegen einte die Teilnehmenden der Wunsch nach Perspektiven für Präsenzveranstaltungen oder auch -proben. Als Vorsitzender des Kreismusikverbandes Cuxhaven bat Ralf Drossner um Aufklärung darüber, ob und in welcher Form Probenbetrieb für Amateurmusiker in nächster Zeit möglich wird. Nach so langer Zeit ohne Proben könnten Musikveranstaltungen nicht ohne weiteres stattfinden. Auch brauche es für Veranstaltungen Rahmenrichtlinien vonseiten des Landkreises. "Ich möchte vermeiden, dass Ehrenamtliche verbrannt werden", gab er zu bedenken.

Ärger über bürokratische Hürden

Fragen nach bürokratischen Anforderungen, auch nach Testverpflichtungen, nahm die Verwaltung mit, um nach der Veröffentlichung einer aktuellen Landesverordnung für die Beantwortung zu sorgen. Die Schauspielerin Petra Jaeschke sprach die bürokratischen Hürden an, die mit den staatlichen Hilfen verbunden seien. Als freischaffende Künstlerin habe sie diese als belastend empfunden: "Ich verbringe in den letzten Monaten viele Stunden am Schreibtisch", machte sie deutlich. Sie warb aber darum, die Möglichkeiten, die sich während der Pandemie bieten, weiterhin zu nutzen. "Es war unglaublich, wie das Publikum das aufgesogen hat", berichtet sie von ihren eigenen Initiativen.

Diesem Beispiel folgend, stellten die Teilnehmenden Projekte vor, die trotz der Pandemie bereits in Angriff genommen wurden oder in Planung sind. Die Gelegenheit für die Vernetzung zu einzelnen Projekten wurde intensiv genutzt. Trotz der Herausforderungen zeigten die Kulturschaffenden großen Tatendrang und freuten sich darauf, die Kultur unter Einhaltung der notwendigen Maßnahmen im Landkreis wieder aufleben zu lassen.

Fortsetzung schon geplant

Die Möglichkeit zum Austausch wurde von den Beteiligten dankbar angenommen und positiv bewertet. Der Vorsitzende des Kreiskulturausschusses Hans-Volker Feldmann dankte Uwe Dubbert für seine Initiative. Es soll nicht die einzige Veranstaltung dieser Art bleiben. Eine Fortsetzung ist geplant.

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