Ein gewaltiger Ruck wäre notwendig

04.09.2018

Norbert Plambeck und Daniel Schneider setzen sich für eine Bewerbung Cuxhavens für die Regatta "Tall Ships Race" im Jahr 2022 ein. Dazu ein Kommentar von Thomas Sassen.

Eine reizvolle Vorstellung, die internationale Flotte der größten und schönsten Windjammer einmal wieder nach Cuxhaven zu holen. Das maritime Großereignis gehört zu meinen schönsten Erinnerungen. Es war ein Ruck der damals durch Cuxhaven ging, ein bisschen wie später bei Siemens. Viele Menschen beteiligten sich aktiv an der Großveranstaltung, brachten sich mit viel Engagement ein, in der Gewissheit einer großen Sache zum Erfolg zu verhelfen. Und es wurde ein tolles Fest, vier Tage lang. Es wurden Fehler gemacht. Vor allem bei der Vermarktung. Es mangelte schon damals an einem übergreifenden Marketing für Stadt und Landkreis, woran sich im Übrigen nicht viel geändert hat. Leider fehlt mir die Hoffnung, dass es tatsächlich zu einer Bewerbung Cuxhavens für 2022 kommt. Das hat mehrere Gründe. Erstens sehe ich aufseiten der Verwaltung keine überschäumende Begeisterung, sich noch zusätzliche Arbeit aufzuhalsen. Zweitens haben sich die Strukturen beim Nautischen Verein, der damals an vorderster Front Verantwortung übernommen hatte, geändert. Und drittens ist unser Hafen inzwischen in großen Teilen zu einer Festung geworden. Die Einzäunungen haben dazu geführt, dass die Liegeplätze für Großsegler nicht mehr zur Verfügung stehen (wie am Helgoländer Kai) oder aber für Festgäste nicht mehr zu erreichen sind. Da hat Bremerhaven bessere Karten, das seine Gastsegler zur Sail 2020 in ihrem nach wie vor offen zugänglichen Alten Hafen begrüßen kann. Es wäre schon ein gewaltiger Ruck notwendig, wollte man dennoch an den Start gehen.

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