Seemannsmission

Ein Lächeln zu Weihnachten für Seefahrer

24.12.2016

CUXHAVEN. Leyda Jimenez unterstützt seit einem halben  Jahr die Arbeit der Seemannsmission. In den Tagen vor Heiligabend besucht sie viele Schiffe.

Von Miami nach Oederquart, diesen Kultursprung verkraftete Leyda Jimenez ohne größere Probleme. Nach eineinhalb Jahren in Deutschland fühlt sich die junge Amerikanerin in ihrem Gastland inzwischen sogar so wohl, dass sie überlegt zu bleiben. Heute geht sie als Mitarbeiterin der Seemannsmission als Geschenkbotin an Bord der im Cuxhavener Hafen liegenden Schiffe.

„Ich habe Glück gehabt, meine Gasteltern haben es mir sehr leicht gemacht, mich als Au-pair im neuen Umfeld wohlzufühlen“, sagt die 23-jährige gelernte Krankenschwester, die das erste Jahr auf einem Pferdehof mitten in der Hadelner Pampa verbrachte. Lernwillig, anpassungsfähig und bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen, lernt die Amerikanerin spanischer Abstammung derzeit die Welt der Seefahrer kennen.

Seit einem halben Jahr arbeitet Leyda für die Cuxhavener Seemannsmission. Durch Zufall stieß sie im Internet auf die Adresse von Seemannsdiakon Martin Struwe und seinem Team. Sie bewarb sich und konnte im August mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Einrichtung im Grünen Weg beginnen. Seitdem kümmert sich die weit gereiste junge Frau um Seeleute auf Schiffen im Cuxhavener Hafen, gerade in der Vorweihnachtszeit ein angenehmer Job. Ein Glücksfall für Struwe und sein Team, denn die dunkelhäutige Amerikanerin ist kommunikativ und spricht neben Englisch und Deutsch auch Spanisch. In der Vorweihnachtszeit macht die Arbeit besonderen Spaß. Dann nimmt man sich an Bord etwas mehr Zeit als sonst und das Bedürfnis nach einem Gespräch ist größer, weiß Struwe. Außerdem können die Mitarbeiter für jeden Seemann ein kleines Geschenk mitbringen. Besonders beliebt: die von Spendern mitfinanzierten Telefonkarten, die das Gespräch in die Heimat erleichtern. Wie wichtig der Kontakt nach Hause ist, weiß Leyda aus eigener Erfahrung. Sie spricht regelmäßig mit ihrer Mutter, die sich inzwischen keine Sorgen mehr macht, „weil sie weiß, dass es mir in Deutschland gut geht“. Leyda ist viel herumgekommen. „Ich war schon an vielen schönen Orten, vor allem in Südamerika, aber ich habe mich noch nirgends so unterstützt gefühlt wie in Deutschland. Wenn du willst, dann kannst du hier etwas machen“, sagt sie langsam, auf der Suche nach den passenden Vokabeln, aber entschlossen. In den USA sei das viel schwieriger und vor allem vom Geld der Eltern abhängig, was aus den Kindern werde, vergleicht sie.

Auch wenn die FSJlerin zurzeit täglich im Hafen unterwegs ist, gehört ihre Leidenschaft doch den Pferden. Deshalb hat sie sich auf dem Reiterhof ihrer Gasteltern in Oederquart auch keinen Moment gelangweilt. Sogar eine Hochzeitskutsche gab es dort, die sie mit der vierjährigen Tochter fahren durfte. Als Türöffner funktionierte der Wettbewerb im Ringreiten, an dem sie teilnahm. „Danach hatten mich die Leute in ihr Herz geschlossen“, lacht sie. In Stade traf Leyda auf ihren Freund Henrik, mit dem sie nun schon ein Jahr zusammen ist.

Auch in seiner Familie fühlt sie sich inzwischen wie zu Hause. „Die passen auf mich auf“, lächelt sie. Fotoapparat und Zeichenblock hat sie immer dabei. Bisher waren Pferde ihre Lieblingsmotive.

Inzwischen fertigt sie auch gern Porträts von den Seeleuten an, die ihr im Job begegnen, oder Aquarelle von deren Schiffen. Man kann sich vorstellen, welche Freude sie mit ihren Geschenken auslöst. Für einige bleiben damit Erinnerung verbunden an Cuxhaven und einen Menschen, der sich Zeit genommen hat für sie.

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