Hochwasserschutz

Eine Schwachstelle im Ostedeich weniger

19.08.2017

OBERNDORF. Sie sind auch ein Stück Kulturgeschichte, die Durchfahrten im Ostedeich. Viele wurden einst für eine Fährverbindung angelegt, andere dienten dazu, um Handelsgüter ans Ufer transportieren zu können. (ts)

Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie stellen eine potenzielle Schwachstelle im Deich dar. Denn im Hochwasserfall müssen die Deichlücken von Hand verschlossen werden. Dazu werden meist sogenannte Dammbalken verwendet, dicke Eichenbohlen, die in zwei hintereinanderliegenden Lagen in ein Schienensystem eingeführt werden. Der Zwischenraum wird anschließend mit Sandsäcken verfüllt. Dies verhindert ein Durchsickern des Wassers. Das Problem an dieser Vorgehensweise ist, dass die Holzbalken vernünftig gelagert werden müssen, damit sie sich nicht verziehen und im Ernstfall auch passen. Außerdem werden viele Helfer benötigt, um die Durchfahrt zu verschließen. Ein Grund, warum heute für Durchfahrten nur noch Fluttore als Verschluss zugelassen sind, Beispiele finden sich etwa an der Fähre in Brobergen oder in Gräpel. Noch geeigneter sind Deichüberfahrten. Ein jüngstes Beispiel ist die Zuwegung zum NLWKN-Betriebshof in Basbeck oder jetzt auch in Ahrensflucht.

Denkmalschutz ins Boot geholt

In Abstimmung mit dem Amt für Baudenkmalpflege beim Landkreis Cuxhaven wurde die dortige Deichlücke im Mai abgerissen und vom Bauhof des Ostedeichverbandes verfüllt. In rund 50 Meter Entfernung ist als Ersatz eine Deichüberfahrt entstanden, sodass ein Erreichen des Vorlandes problemlos möglich ist. Der Geschäftsführer des Ostedeichverbandes Ulrich Gerdes ist froh, dass durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten die Arbeiten schnell umgesetzt wurden. Trotzdem verbleiben noch weitere 17 Deichlücken am linken Osteufer unter der Aufsicht des Verbandes. Daran soll sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern, da sie keine Gefahr darstellten und charakteristisch für die Region seien, so Gerdes.

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