Die Passagiere und Besatzung des 300 Meter langen Kreuzliners "Aidaprima" - hier 2016 in Hamburg zu sehen - sitzen im Sturm "Ylenia" vor Helgoland fest. Foto: Markus Scholz
Die Passagiere und Besatzung des 300 Meter langen Kreuzliners "Aidaprima" - hier 2016 in Hamburg zu sehen - sitzen im Sturm "Ylenia" vor Helgoland fest. Foto: Markus Scholz
Schifffahrt beeinträchtigt

Einlaufverbot wegen Sturm: Kreuzfahrtschiff "Aidaprima" sitzt vor Helgoland fest

17.02.2022

CUXHAVEN. Orkan "Ylenia" hat die Schifffahrt in der Elbe vor Cuxhaven vor deutliche Herausforderungen gestellt. Neben den Lotsen wurde auch das Kreuzfahrtschiff "Aidaprima" vom Orkan beeinträchtigt.

Die Schifffahrt auf der Elbe wurde von Orkan "Ylenia" ebenfalls vor deutliche Herausforderungen gestellt: Denn die Mitarbeiter des Lotsbetriebsvereins Cuxhaven müssen die Lotsen auch bei Orkanböen und meterhohen Wellern sicher an Bord der ein- und auslaufenden Schiffe bringen.

Lotsenschiff in Sturmposition

In der Elbmündung herrschten in der Nacht auf Donnerstag sehr raue Verhältnisse mit bis zu 110 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit und rund sechs Meter hohen Wellen bei der Ansteuerungstonne "Elbe 1". Der Lotsbetriebsverein hat sein Stationsschiff "Elbe" deshalb in der Nacht auf Donnerstag auf die Sturmposition in Höhe der Kugelbake zurückgezogen, nachdem der Versetzbetrieb bei Neuwerk-Reede nicht sicher möglich war. 

Einlaufverbot in Elbe für Schiffsriesen

Für die Nacht von Freitag auf Sonnabend rechnet Marco Gessinger, Sprecher des Lotsenbetriebsvereins mit noch schlechterem Wetter. "Am Freitagabend soll es wieder deutlich auffrischen, dann sind Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometer in Böen angesagt. Dann würde der Versetzdienst erneut in Höhe Cuxhaven abgewickelt. Neben dem Stationsschiff sind zur Zeit zwei Tender im Einsatz, der eine operiert in der Nähe des Stationsschiffes, während der andere den größeren Schiffen so weit wie möglich entgegenfährt. Für Schiffe von über 170 Meter Länge wurde wegen der Wetterlage ein Einlaufverbot in die Elbe ausgesprochen.

"Aidaprima" sitzt vor Helgoland fest

 "Aidaprima" bei Helgoland Das gilt neben Großcontainerschiffen auch für das Passagierschiff "Aidaprima". Die Passagiere und Besatzung des 300 Meter langen Kreuzliners sitzen im Sturm vor Helgoland fest. Nordwestlich der Insel kreuzt das Schiff derzeit auf Warteposition, bis das Unwetter vorbei ist. Da das Schiff auf dem Weg von Frankreich nach Hamburg durch den Orkan eingeholt wurde, konnte es am Mittwochabend nicht mehr in die Elbe einlaufen. 

Schiffe müssen abwarten

Das Schiff muss jetzt zusammen mit zwei Großcontainerschiffen auf der Nordsee abwettern. Die "MSC Magnifica" von MSC Cruises ist ebenfalls in der Nordsee mit dem Ziel Hamburg unterwegs. Das Kreuzfahrtschiff verbleibt derzeit im französischen Le Havre und wird nach Entwarnung nonstop nach Hamburg durchfahren, heißt es auf der Seite des Veranstalters.

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