Baustellen-Basishafen für die Teilverfüllung der Unterwasserablagerungsflächen "Medemrinne" und "Neufelder Sand" war der Hansakai in Cuxhaven. Er eignet sich für das Auf- und Abrüsten der Wasserbauschiffe mit der neuen 50 Meter breiten RoRo-Schwerlastrampe und vielseitigen Hafenumschlagsgeräten. Foto: Machulez KG
Fahrrinne

Elbvertiefung: Weitere Ablagerungsflächen gebaut

02.12.2019

CUXHAVEN. Im Rahmen der Vertiefung der Fahrrinne der Elbe zur besseren Nutzung durch die Schifffahrt wurden von März bis Oktober an den Unterwasserablagerungsflächen (UWA) "Medemrinne" und "Neufelder Sand" insgesamt fast 1,2 Millionen Tonnen Wasserbausteine verbaut.

Die Machulez KG, Mitglied der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven (HWG), koordinierte als der Logistikdienstleister vor Ort die Logistikbedarfe zwischen den Wasserbauunternehmen, dem Steinbruch und den örtlich verantwortlichen Institutionen. Machulez stellte das Logistik-Netzwerk und die Hafeninfrastruktur zur Verfügung und fungiert als Basishafen im Rahmen der Elbvertiefung für den ersten Bauabschnitt. Das Steingemisch wurde für die Fertigstellung je eines zentralen Damms innerhalb der beiden UWA im Elbmündungstrichter benötigt, damit die später ausgebaggerten Sedimentmengen dort gelagert und nicht in die Elbe oder in die Nordsee zurückgeschwemmt werden können.

"Die größte Herausforderung im Projekt war es, die mehrfach parallelen Abwicklungen aller im Projekt beteiligten Schiffe sowie die dazugehörigen Vor- und Nachläufe abzufertigen. Dies ist uns ohne Wartezeiten gelungen", heißt es aus dem Projekt-Team der Machulez KG. Bereits durch eine vorausschauende Planungsphase und synchronisierte Schnittstellen für alle Beteiligten der Liefergemeinschaft sei das Logistikprojekt am Hafenstandort Cuxhaven umgesetzt worden. Die Liefergemeinschaft bestand aus einem norwegischen Steinproduzenten, Wasserbau-Spezialisten und diversen örtlich verantwortlichen Institutionen. Ferner waren die Kenntnisse der umfangreichen Leistungsverzeichnisse, die Qualitätsanforderungen des Gesteins sowie die nautisch-technische Erfahrung zur Einschätzung der Realisierung von großer Bedeutung.

Umschlagsterminal

Als Baustellen-Basishafen wurde der seit über 70 Jahren bewährte Firmenstandort Hansakai in Cuxhaven genutzt, da er sich für das Auf- und Abrüsten der Wasserbauschiffe mit der neuen 50 Meter breiten RoRo-Schwerlastrampe und den etablierten und vielseitigen Hafenumschlagsgeräten eignet. Zusätzlich wurde die Hafenanlage am Steubenhöft als Umschlagsterminal betrieben. Die über eine Million Tonnen Wasserbausteine trafen von März bis September in über 40 Schiffsanläufen aus Norwegen in Cuxhaven ein und wurden in zwei unabhängigen Logistikkreisläufen mit jeweils drei Baustellen-Schiffen an den beiden Unterwasser-Baustellen angeliefert. Dank bordeigener Gantry-Kräne der Anlieferschiffe konnte eine Bord-Bord-Beladung vorgenommen werden.

Die Logistikkette wurde durch Einbau-Schuten, Klappschuten, Pontons und Schleppern der Wasserbaufirmen van den Herik und Jan de Nul sichergestellt.

Dieser Projektabschnitt der Elbvertiefung wurde Ende September realisiert. Bis Mitte 2021 soll laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Erweiterung der Fahrrinne dauern.

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