Verkehrsunfall

Frontalcrash im Alten Land: Autofahrer aus Hechthausen stirbt

14.02.2020

KREIS STADE. Der Fahrer eines VW Tiguan ist am Donnerstagabend mit seinem Fahrzeug auf der L125 zwischen Dollern und Guderhandviertel mit einem Audi Q5 kollidiert. Der 57-Jährige aus Hechthausen verstarb auf dem Weg ins Elbe Klinikum in Stade.

Kurz nach 19.30 Uhr war eine Staderin (48) mit ihrem Audi Q5 auf der regennassen und schnurgeraden Fahrbahn zwischen der A26-Anschlussstelle in Dollern und Guderhandviertel in Richtung Altes Land unterwegs. 500 Meter vor dem Gewerbegebiet Guderhandviertel verlor die SUV-Fahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

Sie geriet kurz hinter der Brücke nach rechts in den Seitenstreifen - im Bereich mehrerer Pfützen. Der Audi kam ins Schleudern. Auf der Gegenfahrbahn stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden VW Tiguan zusammen. Der 57-jährige Fahrer aus Hechthausen konnte nicht mehr ausweichen und wurde in die Wettern katapultiert. So jedenfalls schilderte eine Zeugin, die noch unter Schock stand, den Polizisten den Unfall.

"Wir mussten eine Crash-Rettung durchführen", sagte der Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Lühe, Jens Kuck. Dabei werden weitere Verletzungen und Folgeschäden hingenommen, weil das Leben bereits am seidenen Faden hängt.

Fahrer stirbt auf Weg in Klinik

Mit Leitern überwanden die Feuerwehrleute sowie die DRK-Notfallsanitäter und Notärzte den wassergefüllten Graben. Der Volkswagen lag lediglich zum Teil im Wasser. Der lebensgefährlich Verletzte verstarb allerdings im Rettungswagen auf dem Weg in das Elbe Klinikum in Stade, bestätigte der Polizeisprecher Rainer Bohmbach am späten Donnerstagabend.

Vorher hatten die Retter noch erfolglos versucht, den Hechthausener zu reanimieren. Die Staderin wurde ins Buxtehuder Krankenhaus eingeliefert.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Dollern sowie aus Guderhandviertel, Mittelnkirchen und Grünendeich. Des Weiteren war die AED-Notfallgruppe aus Steinkirchen im Einsatz. Letztere war als erste Einheit vor Ort. Rund 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Hinzu kamen drei Rettungswagen-Besatzungen und zwei Notärzte der Elbe Kliniken aus Stade und Buxtehude. Feuerwehr und Polizist Jan Dohrmann aus Steinkirchen sperrten die L125 komplett zwischen der Brücke über die Wettern und dem Dorf ab, es kam zu Staus. Feuerwehrleute streuten die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Ölbindemittel ab - und reinigten nach der Rettung, der Unfallaufnahme und der Bergung der Wracks die Landesstraße 125.

L125 voll gesperrt

Im Anschluss rückte eine Spezialfirma an, um die Straße zu säubern. Die Straßenmeisterei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sperrte die Chaussee dafür (halbseitig) bis in die Nacht ab, nachdem die Einsatzkräfte abgerückt waren. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet, es kam zeitweise zu Behinderungen.

Die Polizei bittet unter Telefon (0 41 63) 82 64 90 um Hinweise zur Fahrweise der beiden Unfallbeteiligten an die Station in Horneburg. Ob eine Ölspur, die regennasse Fahrbahn oder eine Unachtsamkeit eine Rolle gespielt haben, ist offen.

Von Björn Vasel

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