In Cuxhaven nutzen nur wenige Menschen das Fahrrad. Foto: Archiv
Kommentar zum Radlerparadies

Für Rad und ÖPNV in Cuxhaven Platz schaffen

von Thomas Sassen | 06.06.2019

Erste kleine Schritte auf dem Weg zu einem neuen Mobilitätsmix sind in Cuxhaven zwar unternommen worden.

Doch wie lang und steinig der weitere Weg sein wird, zeigte die Veranstaltung des Journalistennetzwerks Correctiv im Wattenmeer-Besucherzentrum. Nach wie vor steht das Auto im Fokus, egal um welche Perspektive es geht. Dabei verbraucht es zu viele Ressourcen und zu viel Platz in den Innenstädten, die für Aufenthaltsflächen, Rad- und Gehwege nicht zur Verfügung stehen. Städte und Dörfer im Nachkriegsdeutschland sind 70 Jahre für den Autoverkehr optimiert worden. Jetzt umzusteuern und Rad und ÖPNV den nötigen Platz zu verschaffen, wird die Aufgabe der kommenden Jahre werden.

In Cuxhaven haben Politik und Verwaltung die Notwendigkeit zwar erkannt, ein Mobilitätsgutachten ist in Auftrag gegeben, doch bei der Umsetzung steht die Stadt noch ganz am Anfang. Der oberste Stadtplaner Martin Adamski hatte dafür auch eine Erklärung. In Cuxhaven macht Autofahren immer noch Spaß, einen Leidensdruck, wie in den staugeplagten Metropolen Hamburg oder Berlin kennen Autofahrer in Cuxhaven nicht. Außerdem mangelt es bei uns noch an jungen Leuten, für die das Auto inzwischen kein Statussymbol mehr ist. Und auf den Dörfern geht es ohnehin kaum ohne. Gleichwohl verfügen wir über die besten Voraussetzungen, um Bus- und Radverkehr zu verbessern. Cuxhaven besitzt bereits viele Radstrecken, deren Zustand nur verbessert werden muss, damit das Alltagsradeln in der Stadt attraktiver wird. Und darum geht es in der Hauptsache.

Thomas Sassen

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tsassen@no-spamcuxonline.de

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