Bauen & Wohnen

Gartengestaltung nach Hausbau

09.04.2020

Im Märzen der Bauer... Ich erinnere mich noch gut daran, als wir das erste Frühjahr in unserem damals neu gebauten Haus erleben durften. Das Baugrundstück war zu der Zeit einfach ein Acker. Nach dem Bau war es ein verwüsteter Acker! Aber ich war so voller Energie und Motivation, mit der Vision, aus der bestehenden Unkrautwüste einen buchsbaumgesäumten Bauerngarten zu machen.

Ich habe wohl wochenlang maßstabgetreu einen Plan nach dem anderen auf Karopapier entworfen und wieder verworfen. Bücher und Zeitschriften gewälzt, Gartenmessen besucht und Gespräche mit Fachleuten aus der Gartenbranche geführt. Vorher wohnten wir in einer Mietwohnung, immerhin mit Dachterrasse. Somit hatte ich schon etwas Ahnung von Pflanzen und konnte inzwischen ganz gut Schnittlauch von Petersilie unterscheiden.

Erste Schritte

In der Zeit zwischen Hausbau und Gartengestaltung kamen große und kleine Geräte zum Einsatz, um das Grundstück wenigstens fürs Auge in Ordnung zu bringen! Mit Unterstützung der Familie haben wir dann noch wochenlang Steine gesammelt und Quecke geharkt. Tipp: Es ist so wichtig, sich vor dem Bau und dem Abschieben des Erdreichs zu überlegen, wo der Mutterboden hin soll. Denn es kommt am Ende ganz schön was an Erde zusammen, die kann während der Bauphase schnell im Weg sein! Außerdem solltet ihr den abgeschobenen Boden gut behandeln. Wie einen Schatz - denn das ist nachher die Erdschicht, die über die Entwicklung der Pflanzen, Sträucher, Bäume und eben auch den Rasen entscheidet. 

Ihr könnt den Boden mit einer Plane abdecken, alternativ kann man auch Gründünger säen, um ein Auswaschen aller wichtigen Mikroorganismen zu vermeiden. Der Mutterboden darf auf keinen Fall in die unteren Schichten des Erdreichs gelangen. 

Dem Boden zu neuer Frische verhelfen - wie und wie nicht?

Oft wird für den Hausbau viel Geld in die Hand genommen und beim Garten denkt man immer, das macht schon die Natur! Leider ist das ein Trugschluss. Denn nach dem Befahren des Grundstückes mit Baufahrzeugen ist der Boden so verdichtet, dass er vor dem Ausbringen des Mutterbodens unbedingt gelockert werden muss. Die Lockerung sollte schon 30-40 cm betragen. Damit kann man Firmen beauftragen, die für den Gartenbau gerüstet sind und entsprechendes Gerät besitzen. Und lasst euch nicht beirren von wohlgemeinten Ratschlägen. Ich weiß nicht, wie oft an meinem Tun gezweifelt wurde. Ich bekam eine ganze Listen von bekannten und bewährten Unkrautvernichtungsmitteln: Immer mit dem Hinweis, nichts damit zu kontaminieren, was man gerne behalten möchte! Das kam für mich überhaupt nicht in Frage. Für meine Ignoranz von so gut gemeinten Tipps habe ich nur Kopfschütteln geerntet. Meine Lösung sah wenig dekorativ aus, hat sich aber als bewährtes Mittel erwiesen im Kampf gegen das Kraut, das man nicht haben will, denn Unkraut gibt es ja eigentlich nicht. 

Wir haben Gewebefolie genommen und damit Quadratmeterweise die Flächen abgedeckt. Darunter verhungert das unerwünschte Grün. Das dauert Monate, aber hinterher hat man wunderbar sauberen Boden. Es gibt außerdem jede Menge Bodenzusätze im Handel. Ich habe hier Säckeweise Urgesteinsmehl, Kalk, abgelagerten Pferdemist und Bodenaktivator ausgebracht. Vorher sollte man eine Bodenanalyse machen lassen, um zu wissen, was fehlt. Denn die Einstellung "Viel hilft viel", ist auch hier fehlt am Platz.

Die Arbeit zahlt sich aus

Wer von Anfang an gut zu seinem Grund und Boden ist, hat später weniger Probleme mit kümmernden Pflanzen. Auch heute halten wir es so. Alles wird kompostiert und wieder in den Gartenkreislauf zurückgeführt. Das ist Arbeit, klar, aber in der Gartensaison kann man sich so das Fitnessstudio definitiv sparen! Auch die Kosten für teure Kunstdünger entfallen. Wir haben Eichhörnchen, Igel, Kröten und manchmal auch eine Ringelnatter im Garten. Und jede Menge Insekten und Vögel. Das ist meine Bestätigung, hier alles richtig gemacht zu haben.

Ich wünsche allen Häuslebauern viel Erfolg, Kraft, Ausdauer und starke Nerven für ihr Projekt, denn all das braucht man in der Zeit! Ich denke gerne an die Bauzeit zurück. In Kürze werde ich für euch einen Beitrag zum Thema Richtfest schreiben. Auch hier gibt es einiges zu beachten, damit es für alle ein Fest wird! Bis dahin, eure Steffi ❤

CNV News-Podcast - Hören statt lesen!

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