Gefahrgutübung in der Wingst: Versorgung und Reanimation der Verletzten und bewusstlosen Personen. Foto: Lange
Sicherheit

Großalarm in Wingst ausgelöst: Übung für Wehren

31.07.2019

WINGST. Großalarm für die Freiwilligen Feuerwehren Wingst-Dobrock und Westerhamm, Bülkau-Dorf und Bovenmoor sowie Cadenberge.

Folgende Gefahrgut-Übungssituation stellte sich den Einsatzkräften: Auf der Kreisstraße 21 in Höhe Wingst-Zollbaum hatte ein Gefahrgut-Lkw einen Unfall. Dadurch traten Betriebsstoffe aus. Außerdem lief von der Ladefläche des Lkw Gefahrgut in Form von Kohlendioxid aus. Da der Lkw in einer Senke stand, sammelte sich das CO2 dort. Die nur leicht verletzte Lkw-Fahrerin stieg aus und geriet in die Kohlendioxidwolke. Atmet man CO2 in höherer Dosis ein, führt das schnell zur Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod.

Eine Ersthelferin erkannte nicht, dass es sich um Gefahrgut handelte und lief zu der bewusstlosen Fahrerin. Beim Absetzen des Notrufes wurde auch sie bewusstlos. Die Feuerwehren sperrten die Unfallstelle umgehend weiträumig ab. Eine Vollsperrung der K 21 wurde eingerichtet. Ein mit schwerem Atemschutz ausgerüsteter Trupp ging in den Gefahrenbereich und rettete die Fahrerin. Bei Überprüfung der Vitalfunktionen wurde Atemstillstand festgestellt. Zwei Feuerwehrleute begannen mit der Reanimation, bis der Rettungsdienst eintraf.

Ein weiterer unter Atemschutz stehender Trupp rettete die zweite Person. Auch bei ihr war es zum Atemstillstand gekommen und es musste reanimiert werden. Inzwischen war ein Dreifachlöschangriff aufgebaut und mit einem Sprühstrahl die gefährliche CO2-Wolke eingedämmt worden.

Nach den Aufräumarbeiten konnten die 80 Einsatzkräfte den Einsatzort verlassen. (jl)

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