Feuerwehr

Großübung in Sahlenburg: Dachbrand im Hochhaus

23.09.2016

Von Thomas Sassen

Sahlenburg. Brand auf dem Dach des Hochhauses „Frische Brise“ am Sahlenburger Strand. Bei Dachdeckerarbeiten ist das Feuer in 42 Metern Höhe ausgebrochen. Zwei Personen werden vermisst, lautet das Szenario einer Übung, die die Sahlenburger Ortswehr mit dem Hausmeister für Donnerstagabend in dem 17 Stockwerke hohen Wohnblock vorbereitet haben.

Nach einer Viertelstunde sind die alarmierten Wehren aus Sahlenburg, Stickenbüttel, Holte-Spangen und Mitte sowie die Berufsfeuerwehr (als Beobachter) mit 60 Kräften und umfangreichem Gerät vor Ort, trotz problematischer Zufahrt über die mit zahlreichen Verkehrsinseln verkehrsberuhigte Nordheimstraße.

In einigem Abstand zum Gebäude gehen die Löschfahrzeuge in Stellung (Stichwort Trümmerschatten), Schläuche werden ausgerollt und eine Verbindung zwischen Hydrant und der erneuerten Steigleitung im Hause aufgebaut. In der Zwischenzeit hat der erste Angriffstrupp sich unter schwerem Atemschutz durch das Treppenhaus bis in die oberste Etage vorgekämpft. Der Schweiß rinnt. Die Stahltür zum Flachdach wird aufgedrückt. Sascha Schmelcke und Benjamin Losansky warten dort schon ein wenig aufgeregt auf ihre Kameraden. Vor zwanzig Minuten haben sie auf dem Dach die Rauchbehälter entzündet und Alarm ausgelöst. Tatsächlich sind Dachdecker momentan damit beschäftigt, dem gut 40 Jahre alten Gebäude einen neuen Wetterschutz zu verpassen. Um die Teerpappenbahnen zu verschweißen, werden Propangasbrenner eingesetzt, die die Feuerwehrleute nun finden und unschädlich machen müssen, nachdem sie sich durch dicken orangefarbenen Rauch vorgekämpft haben. Jonas Brand und Marie Winter, die beiden „Verletzten“, liegen versteckt im Technikraum hinter einem Boiler. Mit Brandverletzungen in Gesicht und an Armen und Beinen, müssen sie medizinisch versorgt werden. Bald hat der Trupp sie gefunden. Mit einer Segeltuch-Trage werden die „Patienten“ durch das Treppenhaus nach unten transportiert, wo die Sanitäter die „Opfer“ übernehmen.

Derweil hat Matthias Schöbel die Drehleiter ausgefahren und probt, bis in welches Stockwerk der bis auf eine Höhe von maximal 23 Meter auszufahrende Bergekorb reicht. Im Notfall würde damit nur abgesichert. Der offizielle zweite Fluchtweg führt über das Nottreppenhaus, das über eine erneuerte Überdruckanlage ebenso wie die Flure rauchfrei gehalten werden. Alles funktioniert.

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