Prototyp der nachgebesserten Mitnahmebank. Foto: red
Rote Bank

Hadelner Mitnahmebank mit Richtungsweisern

von Wiebke Kramp | 09.10.2018

LAND HADELN. Nachrüstung der roten Mitnahmebänke, die in verschiedenen Dörfern der Samtgemeinde Land Hadeln den Individualverkehr erleichtern.

Dieses alternative Mobilitätsangebot funktioniert wie eine unkomplizierte Mitnahmezentrale. Das Sitzen auf der Bank signalisiert vorbeifahrenden Autofahrern, dass man mitgenommen werden möchte. Nur war bisher nicht ersichtlich, in welche Richtung beziehungsweise in welchen Ort es gehen soll. Dieses Manko soll jetzt behoben werden - mit Wegweisern, die der Anhalter quasi als verlängerten Daumen selbst einstellen kann, um derart auf einen Blick Signal zu geben, wohin es per Anhalter gehen soll.

Probeweise ist solch ein Modell bereits in Oberndorf aufgestellt worden und soll nach und nach in den weiteren Dörfern mit Mitnahmebänken folgen und die spärliche Nahversorgung ergänzen für die Leuten, die ohne Auto sind.

Dass es durchaus klappt und man sogar relativ zügig mitgenommen wird, hat unsere Redaktion im Sommer getestet. Gleichwohl wurde jedoch angeregt, dass man einen Hinweis geben müsse, zu welchem Ziel es führen soll. Dies hat Dieter Gödde aus Osterbruch aufgegriffen und einen Prototyp gebaut, der zunächst probeweise in Oberndorf angebracht wurde. Nach und nach sollen weitere Hinweisschilder an den anderen aufgestellten Bänken montiert werden, um das Trampen im ländlichen Raum weiter zu vereinfachen.

Schon seit 2014 gibt es das Prinzip der Mitfahrerbänke in Deutschland. Die erste Tramper-Bank wurde in der 3000-Seelen-Gemeinde Speicher in der Westeifel eingeführt. In Oberndorf war man so begeistert von der Idee, dass hier bereits vor zwei Jahren die ersten Mitnahmebänke aufgestellt wurden - weitere Orte in der Samtgemeinde Land Hadeln kamen hinzu. Die Mitfahrer sind übrigens über die Kfz-Haftpflicht des Fahrzeughalters versichert.

Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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