Das Containerschiff "MSC Zoe" hat in der Nordsee weitaus mehr Container verloren, als bisher angenommen. Foto: Havariekommando
"MSC Zoe"

Havarie: Mehr als 345 Container in Nordsee gestürzt

07.02.2019

NORDSEE. Das Containerschiff "MSC Zoe" hat in der Nordsee weitaus mehr Container verloren, als bisher angenommen. Mindestens 345 Behälter seien Anfang Januar auf dem Weg nach Bremerhaven über Bord geschlagen worden, teilte das niederländische Ministerium für Wasserwirtschaft in Den Haag mit.

Bisher war die Rede von 291 Behältern, darunter zwei mit Gefahrgütern. Die Reederei MSC mit Sitz in Genf hatte nun die niederländischen Behörden über die neuesten Zahlen informiert. Eine endgültige Liste der verloren gegangenen Container werde für nächste Woche erwartet.

Die Reederei begründete die Unklarheit damit, dass das Schiff erst am vergangenen Wochenende im Hafen von Danzig entladen werden konnte. Zunächst war die "MSC Zoe", eines der größten Containerschiffe der Welt, nach Bremerhaven gefahren. Dort war ein erster Teil der Fracht entladen worden. Im polnischen Danzig folgte nun der Rest der Ladung.

Die weitaus meisten Container waren im Norden der niederländischen Wattenmeerinseln und beim deutschen Borkum gesunken und dabei aufgebrochen. Seit mehr als zwei Wochen läuft eine Bergungsaktion. (dpa)

Lesen Sie auch...
Wasser

Elbvertiefung: Bagger zwingen Elbe in enges Korsett

von Ulrich Rohde | 16.04.2019

KREIS CUXHAVEN. Das kleine Schlauchboot legt vom Otterndorfer Seglerhafen ab. Es braucht nur wenige Minuten, um zur Großbaustelle Medemrinne-Ost überzusetzen.

Umwelt

Per Flugzeug den Veränderungen im Wattenmeer auf der Spur

13.04.2019

KREIS CUXHAVEN. Mit einem neuen Forschungsflugzeug können demnächst Meerestechnik-Studenten in Wilhelmshaven in die Luft gehen. Der energieeffiziente Motorsegler gehört seit kurzem zum Inventar der Jade Hochschule und soll Aufschlüsse zu den Themen Klimawandel, Küstenschutz und Meeresspiegel-Anstieg geben.

Umwelt

Elbvertiefung: Nassbagger dürfen wieder anrücken

10.04.2019

KREIS CUXHAVEN. Nach dem vorläufigen Stopp der Baggerarbeiten im Zuge der Elbvertiefung können die Nassbaggerschiffe jetzt mit der Anpassung der Fahrrinne fortfahren. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beauftragt die Baggerreedereien.

Brexit

Europäische Union erarbeitet Notfallplan für Fischerei

24.03.2019

KREIS CUXHAVEN. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU hätte weitreichende Folgen für die hiesige Fischereiflotte. 100 Prozent der Heringsfänge stammen beispielsweise aus Gewässern vor der schottischen Küste - und der Brexit bringt auch nach Meinung der beiden Europaabgeordneten David McAllister (CDU) und Werner Kuhn (CDU) eine große Unsicherheit besonders bei diesem Zweig der Fischerei.