Karsten Ribbecke ist Leiter der Grundschule Hechthausen und wünscht sich mehr Unterstützung der Politik beim Ausbau der Ganztagsschule. Foto: Bohlmann-Drammeh
Ortskernkampagne

Hechthausen: Schulleiter fordert mehr Geld für den Ganztagsbetrieb

von Laura Bohlmann-Drammeh | 02.08.2022

HECHTHAUSEN. Karsten Ribbecke ist seit sieben Jahren der Leiter der Grundschule in Hechthausen. Er schätzt den kollegialen Zusammenhalt, aber auch das Engagement der Eltern und Schüler im Ort. Doch politisch sieht er auch große Herausforderungen auf seine Schule zukommen.

Herr Ribbecke, wie wohl fühlen Sie sich in Hechthausen?

"Ich muss sagen, dass ich nicht in Hechthausen lebe, sondern in Otterndorf. Ich kann also nur die Sicht des Schulleiters auf Hechthausen wiedergeben. Als solcher fühle ich mich hier aber sehr wohl. Wir sind eine kleine Schule mit einem Kollegium, das sich stark mit der Schule identifiziert. So können wir die Kinder gut im Blick behalten, einige Angebote machen und haben ein gutes Schulklima. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schulträger ist sehr gut, ebenso wie die Zusammenarbeit mit Externen, also etwa dem Sportverein."

Ist das Angebot attraktiv genug um hier wohnen zu bleiben, vor allem für jüngere Menschen?

"Wir merken hier an der Schule, dass günstiger Wohnraum, wie es ihn hier in Hechthausen auch gibt, auch mehr Menschen anzieht."

Wie zufrieden sind sie mit dem Miteinander?

"Das ist an unserer Schule wirklich gut. Wir versuchen den Kindern Werte zu vermitteln, wie füreinander da zu sein, solidarisch sein, dem Gegenüber respektvoll zu begegnen. Das ist auch Kern des Dorflebens. Und wenn wir hier an der Schule Hilfe brauchen, sind die Eltern zur Stelle. Eine Mutter ist beispielsweise einmal spontan eingesprungen, als unsere Küchenkraft krank war. Ein Vater hat spontan Corona-Tests zur Verfügung gestellt. Das ist schon ein besonderes Miteinander hier."

Was gefällt Ihnen am Besten, was am Schlechtesten in Hechthausen?

"Das Miteinander, das dörfliche und die Natur sind für die Kinder hier sehr schön. Für mich als Schulleiter sehe ich die Herausforderung, wie wir den Ganztag ausbauen sollen, wenn nicht mehr Geld und Personal zur Verfügung gestellt wird. Das ist jetzt schon sehr knapp genäht und es gibt noch keinen Rechtsanspruch. Wir bieten aktuell an drei Tagen die Woche ein offenes Ganztagsangebot bis 15 Uhr an, den Auftrag hat uns die Gemeinde erteilt. Das Angebot ist von den Familien gut angenommen worden, aber wir haben bis auf die Küchenkraft nicht mehr Personal für den Nachmittag bekommen."

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Laura Bohlmann-Drammeh

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

lbohlmann-drammeh@cuxonline.de

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